Alexander Pagenstecher (Zoologe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Heinrich Alexander Pagenstecher)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heinrich Alexander Pagenstecher
Pagenstecher als Student in Göttingen

Heinrich Alexander Pagenstecher (* 18. März 1825 in Elberfeld; † 4. Januar 1889 in Hamburg) war ein deutscher Arzt und Zoologe. Hinter wissenschaftlichen Tiernamen in Bestimmungsbüchern u. ä. wird sein Name häufig „Pagenst.“ abgekürzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Pagenstecher war der Sohn des Arztes und Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung Heinrich Carl Alexander Pagenstecher in Elberfeld.

Nach dem Abitur am Elberfelder Gymnasium studierte er an den Universitäten Göttingen, Heidelberg, Berlin. In Göttingen wurde er 1844 Mitglied des Corps Hannovera.[1] Nach Promotion (1846), Staatsexamen und einem wissenschaftlichen Aufenthalt in Paris wurde er 1847 zunächst praktischer Arzt in Elberfeld. 1848/49 war Badearzt in Salzbrunn, dann wieder bis 1856 praktischer Arzt in Barmen.

Im Jahre 1856 habilitierte er sich an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg für Geburtshilfe und wurde Privatdozent. Eine bei einer Operation erlittene Verletzung veranlasste ihn zur vollständigen Abkehr von der Medizin. Er wandte sich seinem Interessengebiet Zoologie zu. Bereits 1857 erschienen seine ersten zoologischen Veröffentlichungen. 1862 promovierte er in Tübingen zum Dr. phil.. 1866 berief ihn die Universität Heidelberg auf den Lehrstuhl für Zoologie und Paläontologie. Gleichzeitig wurde er Direktor des Zoologischen Instituts. Später zog es ihn aufgrund einer zweiten Eheschliessung in die Heimat seiner Frau nach Hamburg. Dort gründete er das Naturhistorische Museum Hamburg und wurde dessen erster Direktor. Seit 1876 war er Mitglied der Leopoldina.

[Bearbeiten] Werke

  • Trematodenlarven und Trematoden. Heidelberg 1856
  • Ueber Milben, besonders die Gattung Phytopus. 1857
  • Ueber Erziehung des Distoma echinatum durch Fütterung. 1857
  • mit Rudolf Leuckart: Untersuchungen über niedere Seetiere. 1858
  • Allgemeine Zoologie, oder Grundgesetze des thierischen Baus und Lebens, 4 Bde., Berlin 1875–1881

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 70, 173

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge