Hennig Brand

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Alchemist auf der Suche nach dem Stein der Weisen (1771) von Joseph Wright of Derby, illustriert die Entdeckung des Phosphors durch Hennig Brand

Hennig Brand (* um 1630; † 1692) war ein deutscher Apotheker und Alchemist.

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Einige Angaben im Text lassen sich aufgrund der angegebenen Quellen nicht nachvollziehen. Dies betrifft den Beruf Brands und die Weiterverbreitung des Geheimnisse der Phosphorherstellung. --Usteinhoff (diskUSsion) 00:05, 27. Okt. 2013 (CEST)

Brand entdeckte 1669 in Hamburg beim Versuch, den „Stein der Weisen“ zu finden, den Phosphor und damit das erste Element in der Chemiegeschichte der Neuzeit. Er erhielt die weißliche, im Dunkeln selbstleuchtende Substanz durch Erhitzen von Urin unter Luftabschluss.

1675 erzählte Brand seinen Freunden vom Phosphorus, und bald war es Stadtgespräch in Hamburg. Von nun an nannte er sich „Herr Doktor“. Das griechische Wort „phosphorus“ bedeutet „Lichtträger“.

Der Alchemist und Akademiker Johannes Kunckel hatte sich schon seit einiger Zeit mit Lumineszenz beschäftigt, und als er von Brands Entdeckung hörte, kam er von Wittenberg, um sie mit eigenen Augen zu sehen. Er schrieb davon auch an seinen Alchemistenkollegen Johann Daniel Kraft in Dresden. Kunckel wollte Phosphor von Brand kaufen, doch der gab ihn nicht her, weil er den Verdacht hatte, dass Kunckel das Geheimnis der Herstellung herausfinden wollte.

Kraft kam nach Hamburg, ohne Kunckel davon zu schreiben, und hinter Kunckels Rücken verkaufte Brand an Kraft allen vorrätigen Phosphor unter der Bedingung, niemandem davon zu erzählen. Später schrieb Brand aber selbst über den Verkauf an Kunckel, der sich veralbert vorkam. Von nun an verspottete er Brand und bestritt dessen Recht auf den Doktortitel. Mit der Zeit fand Kunckel selbst heraus, wie er Phosphor herstellen konnte, doch anscheinend war er von geringerer Qualität als der Brands.

Kraft verdiente Geld damit, den Phosphor verschiedenen gekrönten Häuptern Europas vorzustellen. Einer von ihnen war der Herzog Johann Friedrich von Sachsen, und bei dieser Demonstration war Gottfried Leibniz anwesend. Als Leibniz 1677 nach Hamburg kam, erfuhr er, dass Brand ebenfalls Phosphor besaß, und besuchte ihn. Brand war wieder einmal knapp bei Kasse und verkaufte Leibniz das Herstellungsgeheimnis.

Leibniz kehrte nach Hannover zurück und empfahl Brand dem Herzog, der ihm sechs Monate Gehalt im Voraus für das Geheimnis anbot. Brand versuchte ein besseres Gehalt zu bekommen und verhandelte wieder mit Kraft und mit dem Herzog von Mecklenburg-Güstrow, doch am Ende akzeptierte er das von Leibniz vermittelte Angebot.[1]

So reiste Brand 1678 nach Hannover, richtete sich ein und machte Phosphor. Doch schon nach kurzer Zeit kehrte er nach Hamburg zurück und versprach, dort mehr Phosphor herzustellen, tat es aber nicht. Leibniz mahnte, und im Dezember antwortete Brand, er und seine Kinder seien krank gewesen und unfähig zu arbeiten, und forderte mehr Geld.

Mit erhöhtem Gehalt kehrte Brand 1679 nach Hannover zurück und stellte erneut Phosphor her. Leibniz publizierte einen Aufsatz über die Manufaktur, doch ohne Brands Namen zu erwähnen. Doch wenn man ihn fragte, gab er zu, dass Brand ihn die Herstellung gelehrt hatte.

Ebenfalls 1679 kam Ambrose Godfrey, Assistent von Robert Boyle, nach London, um Brand zu besuchen, weil Boyles Versuche erfolglos waren (Boyle hatte 1677 durch Kraft vom Phosphor erfahren). Brand erklärte ihm, dass hohe Temperaturen notwendig seien, und Godfrey wurde später einer der erfolgreichsten frühen Phosphorhersteller.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stephan Sehlke: Das geistige Boizenburg: Bildung und Gebildete im und aus dem Raum Boizenburg vom 13. Jahrhundert bis 1945. BoD – Books on Demand, 2011, S. 464-466, ISBN 3844804234