Hexaammincobalt(III)-chlorid

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Strukturformel
Strukturformel von Hexaammincobalt(III)-chlorid
Allgemeines
Name Hexaammincobalt(III)-chlorid
Andere Namen
  • Luteokobaltchlorid
  • Cobalthexammintrichlorid
  • Hexaammincobalttrichlorid
Summenformel Cl3CoH18N6
CAS-Nummer 10534-89-1
Kurzbeschreibung

oranger geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 267,48 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,71 g·cm−3[1]

Löslichkeit
  • schwer löslich in Wasser[2]
  • unlöslich in Ethanol[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 351​‐​317
P: 261​‐​280​‐​302+352​‐​321​‐​405​‐​501Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 40​‐​43
S: 24​‐​37
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hexaammincobalt(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Amminkomplexe und Chloride. Die Verbindung gehört zu den noch heute nach Alfred Werner benannten Werner-Komplexen, zu denen unter anderem auch die verwandten Hexaammincobalt(III)-nitrat, Hexaammincobalt(II)-iodid und Hexaammincobalt(III)-iodid gehören.[5]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Hexaammincobalt(III)-chlorid kann durch Reaktion von Cobalt(II)-chlorid-Hexahydrat mit Ammoniumchlorid und Ammoniak in einem Luftstrom gewonnen werden.[2]

\mathrm{4 \ CoCl_2 \cdot 6H_2O + 4 \ NH_4Cl + 20 \ NH_3 + O_2 \longrightarrow }\mathrm{4 \ [Co(NH_3)_6]Cl_3 + 26 \ H_2O}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Hexamminecobalt(III)Chloride.jpg

Hexaammincobalt(III)-chlorid ist ein oranger[1], wein- oder bräunlichroter geruchloser kristalliner Feststoff, der wenig löslich in Wasser ist. Beim Kochen in Wasser entsteht Cobalt(II)-hydroxid.[2] Bei Temperaturen über 215 °C erfolgt Zersetzung unter Ammoniakabgabe.[6] Die Verbindung wurde 1798 von Citoyen Tassert entdeckt.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Hexaammincobalt(III)-chlorid wird in der Biochemie verwendet.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Hexaammincobalt(III) chloride, 99% bei AlfaAesar, abgerufen am 18. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1675.
  3. Datenblatt Hexaamminecobalt(III) chloride, 99% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 18. August 2013 (PDF).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. uni-freiburg: Chemie der Metalle, Kap. 8.3.
  6.  Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis, 2011, ISBN 1439814627, S. 196 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7.  Lutz H. Gade: Koordinationschemie. John Wiley & Sons, 2012, ISBN 3527663940, S. 20 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. J. R. Rusche, P. Howard-Flanders: Hexamine cobalt chloride promotes intermolecular ligation of blunt end DNA fragments by T4 DNA ligase. In: Nucleic acids research. Band 13, Nummer 6, März 1985, ISSN 0305-1048, S. 1997–2008, PMID 4000951, PMC 341130 (freier Volltext).