Hirnstamm
Als Hirnstamm (lat. Truncus cerebri oder Truncus encephali) werden die unterhalb des Zwischenhirns (Diencephalon) lokalisierten Bereiche des Gehirns ohne Berücksichtigung des Cerebellums bezeichnet.
Zum Hirnstamm gehören:[1]
- verlängertes Rückenmark (Medulla oblongata)
- Brücke (Pons)
- Mittelhirn (Mesencephalon)
Im Gegensatz zum Hirnstamm wird dem Stammhirn auch das Zwischenhirn zugeordnet. Der Hirnstamm ist also eine Untermenge des Stammhirns.
Die Anatomie des Hirnstamms veränderte sich im Lauf der Evolution relativ wenig, während insbesondere das Vorderhirn sich ständig weiterentwickelte.
Die Unterteilung des Hirnstamms ist am deutlichsten auf seiner ventralen Seite.
[Bearbeiten] Stammhirn
Manchmal findet man auch den Begriff Stammhirn zu dem zusätzlich das Zwischenhirn gezählt wird. Es besteht also aus:
- Zwischenhirn (Diencephalon)
- Mittelhirn (Mesencephalon)
- Brücke (Pons)
- und verlängertem Rückenmark (Medulla oblongata).
Aus funktionellen und entwicklungsgeschichtlichen Gründen ist es aber sinnvoll, das Zwischenhirn vom übrigen Stammhirn abzugrenzen.
[Bearbeiten] Erkrankungen
Schädigungen des Hirnstamms verursachen das Hirnstammsyndrom. Eine Schädigung der Bahnen zu den kaudalen Hirnnervenkernen führt zur Pseudobulbärparalyse.
[Bearbeiten] Nachweise
- ↑ Trepel, Martin: Neuroanatomie: Struktur und Funktion. Urban & Fischer, München - 4. Auflage 2008, Seite 118