Horti Liciniani

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Die Horti Liciniani (selten auch deutsch: licinische Gärten) waren eine Gruppe von Gärten im antiken Rom, die sich im Besitz der gens Licinia befanden. Im 3. Jahrhundert gingen sie in das Eigentum des Kaisers Gallienus, selbst ein Licinier, über.[1] Die Lage der Gärten ist nicht bekannt. Allerdings schließt man aufgrund umfangreicher Aktivitäten des Gallienus im Umfeld des Esquilin, dass sich auch die Gärten dort befunden haben könnten. So ließ er eine Kolossalstatue seiner selbst auf der Spitze des Hügels errichten. Das palatium Licinianum befand sich dort in der Nähe der Kirche Santa Bibiana. Ein Galliensbogen stand bei der porta Esquilina. Zum Komplex der licinischen Gärten gehörte möglicherweise das früher als Tempel der Minerva Medica angesprochene Nymphäum.

Literatur[Bearbeiten]

  • M. Cima: Gli Horti Liciniani: una residenza imperiale nella tarda antichità. In: Eugenio LaRocca (Hrsg.): Horti Romani. Akten des Internationalen Kongresses 4.–6. Mai 1995 in Rom. Rom 1998, S. 425–452.
  • Samuel Ball Platner, Thomas Ashby: A Topographical Dictionary of Ancient Rome. Oxford University Press, London 1929, S. 268 (online).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Historia Augusta, Gallienus 17.