House of Lords Act 1999

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Der House of Lords Act 1999 ist ein Gesetz des britischen Parlaments im Rahmen der Verfassungsreformen von New Labour, das am 11. November 1999 beschlossen wurde. Es bedeutete eine wichtige Veränderung der Verfassung des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, da es einen Teil der Legislative, nämlich das House of Lords, grundlegend veränderte.

Jahrhundertelang waren mehrere hundert Sitze im House of Lords direkt erblich gewesen. Diese Regelung wurde abgeschafft, doch wurde eine Interimslösung geschaffen, die 92 erbliche Lords im Parlament beließ:

  • Die Inhaber der Ämter des Earl Marshal und des Lord Great Chamberlain, zwei der Great Officers of State, behielten ihr erbliches Recht auf einen Sitz, um ihren zeremoniellen Funktionen im Parlament nachkommen zu können.
  • Der britische Erbadel selbst wählt, nach Parteizugehörigkeit getrennt, 75 weitere Vertreter aus seiner Mitte. Diese wiederum sind auf Lebenszeit Mitglieder des House of Lords.
  • Das ganze House of Lords wählt 15 weitere Personen aus dem Kreis des erblichen Adels als "stellvertretende Sprecher".

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