Hutchinson-Zähne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klassifikation nach ICD-10
A50.5 Sonstige Formen der floriden konnatalen Spätsyphilis
ICD-10 online (WHO-Version 2013)
Hutchinson-Zähne

Als Hutchinson-Zähne wird eine Zahndeformität bezeichnet, die als Spätfolge einer angeborenen Syphilis sichtbar wird.

Die Erstbeschreibung dieser Deformität erfolgte durch Jonathan Hutchinson (1828–1913), einen britischen Mediziner, der auf vielen Gebieten tätig war, sich als Venerologe aber hauptsächlich mit der Syphilis beschäftigte.

In 45–65 % der Fälle weisen dabei die bleibenden oberen mittleren Schneidezähne eine typische tonnenförmige Gestalt mit einer halbmondförmigen Einkerbung des Zahnrandes auf, in 22–65 % der Fälle sind die ersten bleibenden Molaren (Backenzähne) betroffen, die dabei eine "maulbeerförmige" Gestalt aufweisen.

Diese Veränderungen können schon vor dem Zahndurchbruch als Anomalie der jeweiligen Zahnanlage mittels Röntgenaufnahme sichtbar gemacht werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!