Iduronsäure

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Strukturformel
Strukturformel von Iduronsäure
Allgemeines
Name Iduronsäure
Andere Namen
  • L-Iduronsäure
  • IduA
  • L-Iduronat
Summenformel C6H10O7
CAS-Nummer 3402-98-0
PubChem 18845
Eigenschaften
Molare Masse 194,14 g·mol−1
Schmelzpunkt

131–132 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Iduronsäure (genauer L-Iduronsäure) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Uronsäuren, genauer die Uronsäure der Idose.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Iduronsäure ist ein Bestandteil von Glykosaminoglykanen, zum Beispiel des Chondroitinsulfates B und des Heparins. Sie ist ein Stereoisomeres der Glukuronsäure und entsteht durch Epimerisierung von D-Glukuronsäure an der Carboxygruppe.[3]

Disulfatierte Iduronsäure hemmt die Verständigung von T-Lymphozyten, indem es die Bindung von Heparansulfat an den Chemokin CCL20 kompetetiv hemmt. Dies macht die Substanz für eine Entwicklung zur Behandlung der mit Asthma einhergehenden Entzündung der Bronchialschleimhaut interessant.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. L-Iduronsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 23. Juni 2014.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3.  Rudolf Hänsel, Otto Sticher: Pharmakognosie- Phytopharmazie. Springer, 2009, ISBN 978-3642009624 (Seite 614 in der Google-Buchsuche).
  4. Zucker gegen Atemnot. Ein einfaches Molekül hemmt die mit Asthma einhergehende Entzündung in einem frühen Stadium 11. Juni 2014

Weblinks[Bearbeiten]