Implementierung

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Die Implementierung (lateinisch implere „anfüllen, erfüllen“) ist die Umsetzung von festgelegten Strukturen und Prozessabläufen in einem System unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen, Regeln und Zielvorgaben, also im Sinne einer Spezifikation. In der Managementlehre spricht man in diesem Zusammenhang von Umsetzungskompetenz als dem Vermögen, angestrebte Ziele in entsprechende Ergebnisse umzusetzen.

Im allgemeinen Fall stellt die Konkretisierung einen Wechsel von einer abstrakten zu einer konkreteren Ebene dar – die Implementierung steht dabei für die tiefste Ebene.

Beispiele[Bearbeiten]

Softwaretechnik[Bearbeiten]

In der Softwareentwicklung ist die Implementierung das Umsetzen eines Algorithmus oder Softwareentwurfs in ein Computerprogramm; siehe auch Softwaretechnik und Programmierung.

Man implementiert unter dem Betriebssystem in einer Programmiersprache auf einer Prozessorfamilie eine bestimmte Software. Konkret wurde z. B. „unter UNIX in LISP auf SPARC der Editor micro-emacs implementiert“.

Ein weiteres Beispiel ist die Implementierung eines Datenbankmodells durch Umsetzung der Modellierung auf konkrete Schemata.

Politik[Bearbeiten]

Die Durchführung eines Gesetzentwurfs wird als Implementierung bezeichnet.

Implementation ist eine politik- und verwaltungswissenschaftliche Bezeichnung für den Prozess der inhaltlichen Umsetzung von Gesetzen, Verordnungen etc. in konkrete Tatsachen und materielle Leistungen. Die Implementation politischer, meist parlamentarischer Entscheidungen ist in erster Linie eine Aufgabe der verschiedenen Ebenen staatlicher und kommunaler Verwaltung.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Schubert/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl., Dietz, Bonn 2006.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Implementierung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen