Impulsivität

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Impulsivität, auch Leichtfertigkeit, bezeichnet ein Verhalten, bei dem der Handelnde spontan und ohne jede Erwägung selbst naheliegender Konsequenzen auf Außenreize oder innere Impulse reagiert. Das Verhalten wirkt auf Außenstehende situationsunangemessen und unkontrolliert.

Neben verbalen und motorischen Reaktionen kann Impulsivität auch das Denken eines Menschen beherrschen; es ist dann gekennzeichnet durch vorschnelle Schlussfolgerungen und Entscheidungsfindungen. Ein weiteres Merkmal kann die Unfähigkeit sein, vorübergehende Unannehmlichkeiten im Hinblick auf eine erst später zu erwartende Belohnung in Kauf zu nehmen.

Untersuchungen zeigten, dass bestimmte genetische Faktoren, wie eine erhöhte Impulsivität und die geringe Hemmung von Nervensignalen in Zusammenhang mit der Hirnaktivität im Frontallappen stehen. Sie können zahlreiche klinische Symptome beeinflussen. Ein geringerer P3-Ausschlag und die verminderte Aktivität im vorderen Hirnbereich kann daher als Risikofaktor für zahlreiche Verhaltensstörungen gelten, wie unter anderem eine Alkoholabhängigkeit.

Impulsivität ist ein Symptom verschiedener psychischer Störungen, insbesondere der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, der Borderline-Persönlichkeitsstörung und der Antisozialen Persönlichkeitsstörung. Das impulsive Verhalten, beispielsweise Glücksspiel, Brandstiftung, Stehlen oder Haarezupfen, wird als Störung der Impulskontrolle klassifiziert.