Informationsdienst Wissenschaft

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Logo des Informationsdienstes Wissenschaft

Der Informationsdienst Wissenschaft e. V. (idw) betreibt eine Internetplattform, die Pressemitteilungen und Terminhinweise aus mehr als 900 wissenschaftlichen Einrichtungen bündelt: Universitäten, Fachhochschulen, staatlichen und nichtstaatlichen Forschungsinstituten, Institutionen der Forschungsförderung und der Wissenschaftsadministration. Exklusiv für Journalisten betreibt er eine Expertenvermittlung, den idw-Expertenmakler. Der idw ist damit eine der umfassendsten Quellen von Wissenschaftsnachrichten im deutschsprachigen Raum. Auch Journalisten und Einrichtungen aus dem meist europäischen Ausland nutzen heute den idw.

Selbstverständnis[Bearbeiten]

Der idw verfolgt vor allem zwei Ziele:

  • der Öffentlichkeit ein umfassendes Bild der deutschsprachigen Wissenschaftslandschaft zu vermitteln und
  • ein enges Netzwerk zwischen den angeschlossenen (Forschungs-)Einrichtungen zu knüpfen.

Angebote[Bearbeiten]

Die Informationen im idw können kostenlos abgerufen werden – entweder direkt auf den www-Seiten des Informationsdienstes Wissenschaft, per individuell konfigurierbarem RSS-Feed oder als E-Mail-Abonnement. Jeder Nutzer kann die Inhalte beziehen, die seinen thematischen und regionalen Interessen entsprechen, und für eigene Informationsangebote nutzen. Alle Angebote des Informationsdienstes Wissenschaft sind kostenlos nutzbar: der aktuelle Nachrichtenticker, der Wissenschaftskalender, die Recherche im Archiv (mit mehr als 260.000 Pressemitteilungen) und die Auflistung der dem idw angeschlossenen Einrichtungen samt Kontaktdaten der dortigen Ansprechpartner. Für Journalisten hält der idw daneben Instrumente zur Expertenvermittlung bereit.

Für Pressestellen der Mitglieder bestehen verschiedene Möglichkeiten, mit Journalisten zu kommunizieren. Eine Mitgliedschaft ist ausschließlich für solche in- und ausländischen Einrichtungen möglich, die selbst Forschung bzw. Lehre betreiben, sie fördern oder auf andere Weise direkt in der Wissenschaft tätig sind.

Idee und Gründung[Bearbeiten]

Logo von 2003 bis 2013

Der Ursprungsgedanke des Informationsdienstes Wissenschaft war die Expertenvermittlung für Journalisten. Nach dem Vorbild der amerikanischen ProfNet entwickelten die Pressesprecher der Universität Bayreuth, der Ruhr-Universität Bochum und der TU Clausthal zusammen mit dem Rechenzentrum an der TU Clausthal Anfang 1995 ein Konzept für ein deutschsprachiges Netzwerk mit Hilfe der neuen Medien. Technisch wurde das Konzept von Mitarbeitern im Clausthaler Rechenzentrum umgesetzt. Heute kümmern sich insgesamt 9 Kollegen um den idw: eigene Softwareentwickler pflegen und entwickeln das Bediensystem des Dienstes weiter, alle anderen Kollegen sind für die Nutzerbetreuung und inhaltliche Weiterentwicklung zuständig. Der idw existiert nach wie vor an drei Standorten: an der Ruhr-Universität Bochum, an der Universität Bayreuth und an der TU Clausthal.

Finanzierung und Entwicklung[Bearbeiten]

Eine Projektförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sicherte die Anfangsphase (1996-1999). Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft unterstützte zusammen mit dem Ministerium den technischen Aufbau des idw. Mit der Initiative Wissenschaft im Dialog verbindet der idw seit Jahren eine enge Kooperation. Seit 2000 ist der Informationsdienst Wissenschaft wirtschaftlich unabhängig. Er finanziert sich durch die Beiträge der angeschlossenen Mitgliedseinrichtungen. Seit 2002 ist er als gemeinnütziger eingetragener Verein (e. V.) organisiert.

Bedeutung und Reichweite[Bearbeiten]

32.000 Abonnenten erhalten regelmäßig Meldungen aus dem idw, darunter sind etwa 6.400 als Journalisten angemeldet. Rund 900 Einrichtungen veröffentlichen ihre Pressemitteilungen und Terminhinweise über den Informationsdienst Wissenschaft. (Stand: Oktober 2013)[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. idw: Wer wir sind. Abgerufen am 23. Oktober 2013.