Insel der Schwäne

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Filmdaten
Deutscher Titel: Insel der Schwäne
Produktionsland: DDR
Erscheinungsjahr: 1983
Länge: 85 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 6
Stab
Regie: Herrmann Zschoche
Drehbuch: Ulrich Plenzdorf
Produktion: Hans-Erich Busch
Musik: Peter Gotthardt
Kamera: Günter Jaeuthe
Schnitt: Erika Lehmphul
Besetzung

Der Jugendfilm Insel der Schwäne ist ein DDR-Drama aus dem Jahr 1983. Der Film entstand nach dem gleichnamigen Buch des Autors Benno Pludra.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Jugendliche Stefan lebt auf dem Lande. Das Leben dort gefällt ihm. Doch er muss mit seiner Familie nach Berlin ziehen. Dort kommen sie in eine trostlose Hochhaus-Neubausiedlung. Stefan lernt in seinem neuen Wohnblock Hubert kennen, einen sehr schüchternen Jugendlichen. Die beiden befreunden sich. Hubert wird von Windjacke, einem jugendlichen Raufbold, terrorisiert.

Auch mit Mädchen kommt Stefan schnell in Kontakt. Rita und Anja verlieben sich beide in Stefan. Diese Gefühle werden von Stefan jedoch nur für Anja erwidert. Stefan versucht seinem Freund Hubert zu helfen. Er begleitet ihn, um ihn vor Windjacke zu schützen. Außerdem versucht er Hubert Mut zu machen, sich gegen den Raufbold zu wehren.

Zudem versucht Stefan etwas gegen die Trostlosigkeit seiner neuen Wohngegend zu machen. Sein Vater, der Bauarbeiter ist, hatte versprochen für die Kinder einen schönen Spielplatz anzulegen. Mit grünen Wiesen und Tunneln. Doch stattdessen wird der provisorische Spielplatz der Kinder zubetoniert.

Da Stefan sich nicht länger von Windjacke terrorisieren lassen will, kommt es zur finalen Auseinandersetzung. Beim Kampf zwischen den Jugendlichen in einem Rohbau, will Windjacke Stefan einen Aufzugsschacht runterwerfen. Doch Stefan kann ausweichen, und so droht Windjacke abzustürzen. Stefan kann ihn aber noch retten.

[Bearbeiten] Kritik

film-dienst: Ehrlicher und sozialkritischer Film, der für die Belange junger Menschen eintritt, die (nicht nur in der ehemaligen DDR) seelisch zu ersticken drohen.

[Bearbeiten] Besonderheiten

Der Film ist sehr realitätsnah und nüchtern inszeniert. Er schildert die Lebenssituation von Jugendlichen in der DDR der 1980er Jahre.

Selbst der DDR-Regierung damals unbequeme Themen werden erwähnt, wie z. B. die Tatsache, dass man von einer Hochhaus-Wohnung aus Sicht auf den Funkturm in Westberlin hat oder dass Westgeld ein begehrtes Objekt war.

Allerdings hält sich der Film nicht an die literarische Vorlage. Das betrifft nicht nur die Ausführlichkeit, sondern auch direkt die Handlung. So ist z. B. ein finaler Kampf zwischen Stefan und Windjacke im Buch nicht vorhanden. Ort der Handlung des Films ist das Neubaugebiet Marzahn (zw. Alt-Marzahn, der heutigen Landsberger Allee und Springpfuhl). Das Buch - einige Jahre vorher entstanden - spielt in den sechs Hochhäusern auf der innerstädtischen Fischerinsel (der Buchtitel erhält so gleich eine mehrfache Bedeutung).

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Für ihre Rolle der Frau Meinelt wurde Nebendarstellerin Monika Lennartz 1984 auf dem 3. Nationalen Spielfilmfestival der DDR gemeinsam mit Simone von Zglinicki (Erscheinen Pflicht) preisgekrönt.

[Bearbeiten] Weblinks

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