Installateur

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Installateur bei der Arbeit
Installateur damals und heute: deutsche Briefmarke von 1987
Handwerkswappen der Installateure

Installateur bedeutet wörtlich „Einbauer“. Diese tätigkeitsbeschreibende Berufsbezeichnung wird in der Regel als Anhang an das Fachgebiet verwendet (Gas-, Wasserinstallateur, Elektroinstallateur). In Baden-Württemberg, Österreich und Bayern ist diese Berufsbezeichnung auch umgangssprachlich üblich, während man anderswo umgangssprachlich, aber sachlich falsch, oft den Begriff Klempner verwendet. Analog wird in Südtirol die italienische Lehnübersetzung „Hydrauliker“ verwendet.

Der Installateur montierte ursprünglich (im Unterschied z. B. zum Heizungsbauer oder Lüftungsbauer) vorkonfektionierte Geräte und Anlagenkomponenten; seine Arbeitstiefe war deutlich geringer. Da heute aus Rationalitätsgründen in allen Bereichen von Handwerk und Industrie vorkonfektionierte Systemlösungen bevorzugt werden, ist der Unterschied z. B. zwischen einem Heizungsinstallateur und einem Heizungsbauer geringer geworden.

Die neue Bezeichnung des Berufsbildes lautet in Deutschland Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Allerdings wird nach Vollendung des 3. Ausbildungsjahres (also ein halbes Jahr vor der Gesellenprüfung) immer noch einer der Zusätze „Schwerpunkt Umwelttechnik“, „Schwerpunkt Wärmetechnik“, „Schwerpunkt Gas- Wassertechnik“ oder „Schwerpunkt Klimatechnik“ gewählt.

Der Beruf ist eine klassische Männerdomäne. 2010 lag der Frauenanteil bei Ausbildung und Berufsausübung in den DACH-Ländern nicht über 1,3 %.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Kramer: Installateur, ein Handwerk mit Geschichte. Ein Bilderbogen der sanitären Kultur von den Ursprüngen bis zur Neuzeit (Hansgrohe-Schriftenreihe; Bd. 2). Verlag Klaus Kramer, Schramberg 1998, ISBN 3-9805874-2-8.