Internationale Camera Actiengesellschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Internationale Camera Actiengesellschaft (ICA) entstand im Jahr 1909 durch Zusammenschluss der vier Dresdner Fotofirmen

Einäugige Plattenkamera für Schwarzweiß-Fotos im Querformat 13x18 cm, mit Rollverschluss (um 1910)

Die Absicht, die Ernemann-Werke in die Fusion zur ICA einzubinden, scheiterte. Somit blieb Ernemann der größte Mitbewerber des neuen Unternehmens und war auch bis 1926 der ICA mit Blick auf die technische Qualität der Produkte überlegen.

Erster Vorstand waren Guido Mengel von der ehemaligen Hüttig AG und Hermann Krügener vom ehemaligen Kamerawerk Dr. Krügener. In der Folgezeit wurde das Kamerawerk Dr. Krügener in Frankfurt/Main geschlossen. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg war die ICA Europas größtes Kamerawerk und hatte seinen Sitz in der Schandauer Straße in Dresden. Warenzeichen war ein Pentagramm, das in leicht veränderter Form von der Hüttig AG übernommen wurde. Die ICA Dresden ging im Herbst 1926 in der Zeiss Ikon auf.

Produkte[Bearbeiten]

Rollfilmkamera Icarette 1920

Die ICA produzierte hauptsächlich Fotoapparate und Zubehör, daneben aber auch Diaprojektoren, Epidiaskope und 35-mm-Laufbildprojektoren. Unter den Filmprojektoren erreichte der MONOPOL große Verbreitung. Von ihm gab es vier verschiedene Modelle, von denen ab 1914 insgesamt über 10000 Stück produziert wurden. Weitere Kinogeräte der ICA waren LLOYD, TOSCA, FUROR, GOLIATH, sowie ein Spielzeugkino, das unter dem Namen TEDDY vertrieben wurde.

Emanuel Goldberg entwickelte in der ICA seinen Kinamo, eine Filmkamera mit einem Federwerk.

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Hummel: Spiegelreflexkameras aus Dresden - Geschichte, Technik, Fakten Lindemanns, Stuttgart 1998, ISBN 3-89506-127-1
  • Herbert Tümmel: Deutsche Laufbildprojektoren. Ein Katalog Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin 1986

Weblinks[Bearbeiten]