Islamische Republik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Islamische Republik (arabisch ‏جمهورية إسلامية‎, DMG ǧumhūriyya islāmiyya; persisch ‏جمهوری اسلامی‎, DMG ǧumhūrī-yi islāmī) ist die Selbstbezeichnung einiger Staaten, die nach eigener Auffassung teilweise oder überwiegend nach Prinzipien des Islam regiert werden sollen. Nach Ruhollah Chomeini ist eine Islamische Republik wie alle anderen Republiken, nur „mit dem Unterschied, dass ihr Inhalt das islamische Gesetz ist“.[1]

Der Islam ist als Staatsreligion in der Verfassung einer Islamischen Republik verankert, und in der Gesetzgebung findet in Teilen oder als Ganzes die Scharia Anwendung. Dennoch geht die Selbstbezeichnung mit sehr unterschiedlichen Staatsformen einher. Als Islamische Republiken bezeichnen sich Afghanistan, der Iran, Mauretanien, Sudan sowie Pakistan, das als erstes sich als solche nannte. Der Inselstaat der Komoren bezeichnet sich als Islamische Bundesrepublik. Der Jemen ist laut Verfassung von 1994 eine Islamische Präsidialrepublik. Die politischen Systeme bzw. Strukturen sind unterschiedlich. Mauretanien und Pakistan gelten als Präsidialrepublik, während Pakistan zugleich auch eine Bundesrepublik darstellt. Afghanistan besitzt eine für die islamische Welt verhältnismäßig demokratische Verfassung als präsidentielles Regierungssystem.

Gescheiterte Versuche, eine islamische Republik zu gründen, waren die Arabische Islamische Republik bzw. die Islamische Republik Marokko.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Talieye Enqelabe Eslami: Die Vorposten der islamischen Revolution. Interviews von Chomeini in Najaf, Paris und Qom. Tehran 1983, Seite 261

Weblinks[Bearbeiten]