Isometrisches Training

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Beim isometrischen Training handelt es sich um eine besondere Form des Krafttrainings durch isometrische Kontraktion, wobei Muskeln angespannt werden, aber nicht ihre Länge ändern. Isometrisch aus iso (=gleich) und metrisch (=das Maß betreffend) bedeutet wörtlich „gleichen Maßes“ und bedeutet hier „gleich lang“, „von unveränderter Länge“. Anders als beim dynamischen (auxotonischen) Training wird dabei der Muskel nicht bewegt sondern ein Druck oder Zug, etwa gegen eine Wand, einen Türstock oder mit einem Seil oder Handtuch aufgebaut und für mehrere Sekunden gehalten. (Siehe auch: Muskelkontraktionsarten.) Regelmäßig betrieben erhöht isometrisches Training die Muskelkraft mit sehr geringem Zeitaufwand. Ein Beispiel für isometrisches Training ist Armdrücken.

Nachteile[Bearbeiten]

Isometrisches Training führt zu einer verminderten Blutzufuhr während der Haltearbeit. Der Spannungszustand in der Muskulatur bleibt jedoch gleich. Für den Stoffwechsel in dem lokalen Areal bedeutet das, dass sich Stoffwechselabbauprodukte (beispielsweise Laktat) in erhöhtem Maße anhäufen und schlecht abtransportiert werden. Der Muskel übersäuert und verhärtet. Sogenannte Myogelosen, möglicherweise mit Triggerpunkten, können entstehen und der Stoffwechsel in diesem Muskelbereich geht gegen Null.

Berufe mit isometrischer Belastung[Bearbeiten]

Jede Büro-Arbeit stellt eine isometrische Belastung dar: Stundenlanges starres Aufrecht-Sitzen ist beim Menschen physiologisch "nicht vorgesehen". Zwar wird der Rückenstrecker (erector spinae) durch Bänder unterstützt, jedoch ist das nur eine Entlastung für die Wirbelsäule und nicht für das Schulterareal. Die primär arbeitenden Muskeln, wie Musculus trapezius, Mm. Rhomboidei, Musculus levator scapulae und dergleichen, gelangen schnell an ihre Grenzen. Erst wenn die Muskulatur in ihrer Länge wieder verändert wird – aktiv durch Bewegung, Dehnungen, passiv durch therapeutisches Arbeiten – kann sie wieder vollständig ernährt werden.

Literatur[Bearbeiten]