István Deák

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István Deák (* 11. Mai 1926 in Székesfehérvár) ist ein ungarischer Historiker und Emeritus der Columbia University, der in den USA forscht und lehrt.

Leben[Bearbeiten]

Deák begann sein Studium 1945 in Budapest und verließ zur Zeit der kommunistischen Machtübernahme 1948 Ungarn. Er setzte sein Studium an der Sorbonne fort und arbeitete danach als Journalist in Frankreich und für Radio Free Europe in Deutschland. 1956 ging er nach New York und setzte seine Forschungen bei Fritz Stern an der Columbia University fort, an der er nach seiner Promotion 1964 für 33 Jahre lehrte. Von 1968 bis 1979 war er dort Direktor des Institute on East Central Europe. Nach seiner Emeritierung war er 1999 und 2002 noch Visiting Professor an der Stanford University. Deák hat über Themen der neueren Geschichte Mitteleuropas und Osteuropas und zur ungarischen Geschichte gearbeitet. Er hat eine Reihe von Zeitschriftenartikeln, vor allem im New York Review of Books und in The New Republic veröffentlicht.

Ab 1964 konnte Deák wieder Ungarn besuchen. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde er Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.

Das Center for Austrian Studys der Universität von Minnesota hat im Jahr 2000 das Symposium Dilemmas of East Central Europe: Nationalism, Dictatorship, and the Search for Identity zu Ehren von István Deák veranstaltet.

Deáks Frau Gloria ist Kunsthistorikerin.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Weimar Germany’s left-wing intellectuals. A political history of the Weltbühne and its circle.. Berkeley/Los Angeles 1968.
  • The lawful revolution: Louis Kossuth and the Hungarians, 1848–1849. Columbia Univ., New York 1979.
  • The social and psychological consequences of the disintegration of Austria-Hungary in 1918. In: Österreichische Osthefte. Jahrgang 22, 1980, S. 23–32.
  • Beyond nationalism: A social and political history of the Habsburg Officer Corps 1848–1918. Oxford University Press, New York 1990, ISBN 0-19-504505-X.
    • Übersetzung: Der K.(u.)K. Offizier: 1848–1918. Ins Deutsche übertragen von Marie-Therese Pitner. Böhlau, Wien/Köln/Weimar 1991; 2., verbesserte Auflage 1995, ISBN 3-205-98242-8.
  • Hrsg. mit Jan T. Gross and Tony Judt: The Politics of Retribution in Europe: World War II and Its Aftermath. Princeton University Press, Princeton 2000, ISBN 0-691-00953-8.

Weblinks[Bearbeiten]