Jüdische Zeitung (Berlin)

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Jüdische Zeitung
Beschreibung Unabhängige Monatszeitung für zeitgenössisches Judentum
Verlag Werner Media Group
Erstausgabe 2005
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 7.300[1] Exemplare
Chefredakteur Michail Goldberg
Weblink www.j-zeit.de (Version vom 28. Februar 2009 im Internet Archive)
ISSN 1861-4442

Die Jüdische Zeitung war eine zwischen September 2005 und August 2014 erscheinende unabhängige jüdische Monatszeitung in deutscher Sprache und im Rheinischen Format aus dem Haus Werner Media Berlin. Adressat der Monatsschrift waren nach eigener Aussage die deutschsprachige jüdische Gemeinschaft sowie alle am Judentum und jüdischen Fragen Interessierten.

Mit einer Startauflage von 39.000 Exemplaren im September 2005 trat die Jüdische Zeitung gleich mehr als doppelt so stark auf wie die vom Zentralrat der Juden in Deutschland herausgegebene Wochenzeitung Jüdische Allgemeine[2] und distanzierte sich auf Seite eins von dem Alleinvertretungsanspruch des Zentralrats. Die Jüdische Zeitung widmete in den Anfangsjahren kleinen liberalen jüdischen Gemeinden, die im Zentralrat nicht vertreten sind, viel Raum.[3] Die Startauflage konnte jedoch nicht gehalten werden, im Jahr 2009 erschien sie vorübergehend nur als online-Ausgabe[4] und 2010 mit einer Auflage von 7.300 Exemplaren[1] (2007: 36.000 Exemplare[5]). Die Zahlen beruhen auf Verlagsangaben, die Jüdische Zeitung wurde nicht bei der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) erfasst.

Im Oktober 2014 meldete der Verlag Werner Media Insolvenz an, die Jüdische Zeitung wurde eingestellt.[6]

Die Jüdische Zeitung erschien im gleichen Verlag wie die schon seit 2002 produzierte russischsprachige Jewreiskaja Gaseta, die sich an russischsprachige Juden richtete. Hin und wieder erschienen Artikel in Übersetzung parallel in der russischen Jewreiskaja Gaseta sowie in der Jüdischen Zeitung. Jedoch war die Jüdische Zeitung ein eigenständiges Medium mit einer kritischen Sicht auf jüdische Themen, das ein breites Meinungsspektrum - von atheistisch bis ultraorthodox, von linksliberal bis rechtskonservativ, von antizionistisch bis ultrazionistisch - abbildete.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Mediadaten JZ (Version vom 13. August 2011 im Internet Archive) (PDF; 4,2 MB) Werner Media Group, März 2010
  2. Thomas Klatt: Der Boxer – Wie der Unternehmer Nicholas Werner Marktführer russischsprachiger Medien in Deutschland wurde. In: Berliner Zeitung, 14. Oktober 2005
  3. Igal Avidan: Neue jüdische Zeitung hofft auf junge Leser. Deutsche Welle 10. Oktober 2005
  4. „Jüdische Zeitung“ vor dem Aus. In: Der Tagesspiegel, 10. März 2009
  5. Mediadaten 2007 (Version vom 22. April 2007 im Internet Archive) (PDF; 3,9 MB) Werner Media Group Berlin
  6. White & Case-Local Partner zum Insolvenzverwalter der Werner Media Verlags GmbH bestellt. In: White&Case Insolvenz GbR, 4. November 2013
  7. Jüdische Zeitung im Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland – Einrichtung beim Zentralrat der Juden in Deutschland