Jews Offering New Alternatives to Homosexuality

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Jews Offering New Alternatives to Homosexuality (JONAH) ist eine jüdische Vereinigung mit dem Ziel von „Prävention, Eingreifen und Heilen der der homosexuellen Attraktivität zugrunde liegenden Umstände“.[1]

Sie vertritt den orthodoxen Standpunkt, dass die Tora praktizierte Homosexualität verbiete. So sind die meisten Mitglieder orthodoxe Juden.[2] Obwohl die Torah keine homosexuellen Gedanken verbietet, will JONAH auch dabei helfen, diese zu überwinden.[3] JONAH vertritt die Ansicht, dass jeder sich verändern kann, weil der Schöpfer die Menschheit mit einem freien Willen ausgestattet habe[1] und schon viele Menschen in dieser Sache erfolgreich gewesen seien.[4] Sie benutzt eine breite Palette an „psycho-edukativen“ Methoden, einschließlich Gruppentreffen, E-Mail-Rundbriefe, Netzwerke, Therapieberichte sowie experimentelle Wochenendtreffen.[5] JONAH verfügt nach eigenen Angaben über eine reichhaltige Bibliothek von Büchern, Artikeln und Kassetten.[6] Sie sprechen mit ihrem Angebot Juden mit gleichgeschlechtlicher Anziehung an. Darunter sind solche, die den homosexuellen Lebensstil beenden wollen, solche, die nie aktiv homosexuell gelebt haben, aber Hilfe bei Heirat und Gründung einer Familie wollen und solche, die schon verheiratet leben. Sie arbeiten auch direkt mit Ehepartnern, Eltern und anderen Freunden und Verwandten.[5]

Die Organisation benutzt die Techniken der Reparativen Therapie, die von der Hauptströmung der medizinischen Organisationen nicht befürwortet und denen Bedenken wegen ihrer ethischen Zulässigkeit und Motivation entgegengebracht werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Organisation wurde 1999 gegründet, der Stammsitz ist Jersey City in New Jersey. Mitbegründer und heutiger Co-Direktor war Arthur A. Goldberg, promovierter Jurist, Geschäftsführer von NARTH, Präsident von PATH sowie Beiratsmitglied des DIJG[7]. Vor dieser Zeit hatten Juden keine Stimme, die die reparative Therapie vertrat, und beteiligten sich bei entsprechenden christlichen Organisationen. [3] Heute ist es eine weltweite Vereinigung, deren meiste Mitglieder aus den Vereinigten Staaten von Amerika, Israel, Kanada und Europa kommen.[6] Ihr Netzauftritt ist in englischer, hebräischer und spanischer Sprache. Im Juli 2003 verbanden sie sich mit zehn anderen Organisationen, die Menschen dienen, die unter ich-dystoner Sexualität leiden, zur Gruppe Positive Alternatives to Homosexuality (engl.: Positive Alternativen zur Homosexualität).[5] [8] Im Januar 2004 wurde die Organisation vom Rabbinical Council of America anerkannt.[9]

Die Organisation wendet sich gegen homosexuelles Verhalten und gleichgeschlechtliche Beziehungen, Aspekte, die die Organisation von der individuellen Person zu trennen versucht. Rabbi Samuel Rosenberg, der Gruppenleiter von JONAH, sagte: „Wir müssen uns ständig daran erinnern, dass in der Tora nicht die Person, sondern die Handlung verabscheut wird. Weiter haben wir nach der (homosexuellen) Tat die Verpflichtung, zu Teschuva (hebr. „Umkehr“, „Reue“) zu führen statt durch Familie, Leiter und Gemeinde zu tadeln.“[3]

Seit 2012 laufen mehrere Klagen gegen die Organisation und Arthur A. Goldberg von ehemaligen Teilnehmern, die die Organisation und Goldberg auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen.[10]

Im November 2012 gab die orthodoxe Rabbinerkonferenz bekannt, dass sie aufgrund Beratungen mit einer großen Anzahl an Mediziner und Therapeuten JONAH nicht unterstützen kann. [11]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b JONAH'S Mission Statement: “prevention, intervention, and healing of the underlying issues causing same-sex attractions” , abgerufen am 6. April 2007.
  2. Strugglers Overcoming Same-Sex Attraction Jessel, Adam. Ausgabe 2001 des „Jewish Magazine“.
  3. a b c JONAH: Help for Jewish Homosexuals Consistent with Torah Principles Rosenbluth, Susan. Jewish Voice & Opinion. 8. Dezember 1999.
  4. Our Stories & Letters, abgerufen am 6. April 2006.
  5. a b c http://www.pathinfo.org/orgs.htm gesehen am 6. April 2006.
  6. a b News from JONAH
  7. DIJG: Bulletin 1/2008 S. 32.
  8. Diverse Coalition Forms to Support People Seeking ‘Non-Gay’ Alternatives to Unwanted Homosexuality JERSEY Stadt, New Jersey -- (MARKET WIRE) -- 9. Juli 2003.
  9. Letter of Support from Rabbinical Council of America, gesehen am 20. Oktober 2007.
  10. New York Times:Gay ‘Conversion Therapy’ Faces Test in Courts
  11. http://www.rabbis.org/news/article.cfm?id=105723