José Sobral de Almada Negreiros

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Almada Negreiros beim Ersten Futuristen Kongress, April 1917 im Theater São Luiz, Lissabon.

José Sobral de Almada Negreiros (* 7. April 1893 in Trindade auf São Tomé; † 15. Juni 1970 in Lissabon) war ein portugiesischer Universalkünstler, der vor allem als Maler einer der bedeutendsten portugiesischen Künstler des 20. Jahrhunderts war. Er war auch als Schriftsteller tätig.

Leben[Bearbeiten]

José Sobral de Almada Negreiros war einer der Mitbegründer der Zeitschrift Orpheu. Eine lange Freundschaft verband ihn mit dem Dichter Fernando Pessoa. Von Almada Negreiros stammt auch ein bedeutendes Porträt von Pessoa. 1919 reiste er nach Paris und kehrte 1920 wieder zurück. Von 1927 bis 1931 lebte er in Madrid. Er erhielt 1942 den Premio Columbano, 1946 den Premio Domingos Sequeira. Sein Werk hatte sehr großen Einfluss auf die portugiesische Kunst der nächsten Generationen. Er war ein bedeutender Vertreter der künstlerischen Moderne Portugals. Mit der Malerin Sarah Afonso war er einige Jahre verheiratet. Almada Negreiros starb am 15. Juni 1970 in Lissabon.

Almada Negreiros (Gemälde von Bottelho)

Werk als Universalkünstler[Bearbeiten]

Er war in den unterschiedlichsten künstlerischen Bereichen tätig: so als Romancier, Maler, Karikaturist, Illustrator, Lyriker, Essayist, Tänzer, Bühnen- und Kostümbildner, Zeichner, Dramatiker. Er hat in Spanien und Portugal viele öffentliche Gebäude mit seinen Werken ausgestattet, so z. B. am Lissaboner Café A Brasileira (bedeutendstes Cafe Portugals) 1925, die Glasarbeiten an der Igreja de Nossa Senhora de Fátima oder Wandmalereien in verschiedenen öffentlichen Gebäuden in Madrid. Aber auch Firmensitze, Fährhäfen oder dem Literarischen Institut der Universität Lissabon. Sogar als Schauspieler im Film war er zu sehen, wahrscheinlich einer seiner wenigen Auftritte auf Celluloid überhaupt: 1920 spielte er in dem Stummfilm "O condenando" (Der Verurteilte) eine der Hauptrollen.

Werk als Schriftsteller (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1915: A Engomadeira (Novelle)
  • 1915: manifesto Anti-Dantas (Pamphlet)
  • 1917: K4, O Quadrado Azul (Novelle)
  • 1918: O Jardim da Pierette (Ballett)
  • 1925: Nome de Guerra, Roman (ersch. 1938)

Quellen[Bearbeiten]

  • Hauptwerke der spanischen und portugiesischen Literatur, Kindlers neues Lexikon.
  • Katalog zur Ausstellung "Portugals Moderne" 1997.