Joseph Nicolas Robert-Fleury

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Joseph Nicolas Robert-Fleury
Portrait: René Dagron (1880)

Joseph Nicolas Robert-Fleury (* 8. August 1797 in Köln; † 5. Mai 1890 in Paris) war ein französischer Maler.

Robert-Fleury entstammte einer französischen Künstlerfamilie. Er kam früh nach Paris, wo er Schüler von Horace Vernet und Antoine-Jean Gros wurde.[1] Dann bildete er sich in Italien weiter und ließ sich 1826 in Paris nieder, wo er sich hauptsächlich der romantischen Richtung der Historienmalerei widmete. Zu seinen Hauptwerken werden gerechnet:

  • Szene aus der Bartholomäusnacht (1833),
  • Das Religionsgespräch in Poissy 1561 (1840),
  • Galileo vor dem Inquisitionstribunal“ (1847),
  • Jane Shore nach ihrer Verurteilung in London vom Pöbel beschimpft (1850)
  • Plünderung eines Judenhauses in Venedig im Mittelalter (1855, die letztern drei im Luxembourg-Museum), Karl V. in Yuste (1856),
  • Der Einzug des Königs Chlodwig in Tours und
  • Balduin von Boulogne vor Edessa (beide in Versailles).

Im Hauptsaal des Handelsgerichts in Paris malte er die

  • Einsetzung der Richter 1563,
  • Verkündigung der Handelsordnung von 1673,
  • Napoléon I. empfängt 1807 das Handelsgesetzbuch und
  • Napoléons III. Besuch im neuen Handelsgericht.

Robert-Fleury erlangte zu hoher Anerkennung; er wurde Direktor der Ecole des Beaux Arts in Paris und der der Akademie de France in Rom. Außerdem wurde er am 24. Januar 1857 in den preußischen Orden pour le merite für Wissenschaft und Künste als ausländisches Mitglied aufgenommen. [2]

Sein Sohn Tony Robert-Fleury war ebenfalls ein bedeutender Maler.

Galerie[Bearbeiten]


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joseph Nicolas Robert-Fleury – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Orden poue le merite für Wissenschaft und Künste, Die Mitglieder des Ordens, Band I (1842-1881), Seite 200 mit Bild auf der gegenüber liegenden Seite, Gebr. Mann-Verlag, Berlin (1975)
  2. Der Orden pour le merite für Wissenschaft und Künste
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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