Julius Vorster

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Julius Vorster (* 29. April 1809 in Hamm; † 10. Oktober 1876 in Kalk bei Cöln) war ein deutscher Industrieller der Chemieindustrie und Mitgründer der Chemischen Fabrik Kalk.

Julius Vorster

Leben[Bearbeiten]

Vorster eröffnete nach einer kaufmännischen Lehre in Köln eine florierende Chemikalienhandlung. Nach dem Eintritt des Teilhabers Harhaus firmierte sie unter Voster und Harhaus. Später hieß sie dann Julius Vorster.

Einen bedeutenden Teil seines Umsatzes machte Vorster mit Salpeter, das er aus Bengalen einführte und dass für Sprengstoff im Bergwerks-, Zechen- und Tunnelbau benötigt wurde. Mitte der 1850er Jahre stoppten die Engländer wegen des Krimkrieges die Ausfuhr dieser Chemikalie. Der so entstehende Engpass war ein Motiv, 1858 zusammen mit Hermann Julius Grüneberg die Chemische Fabrik Kalk zu gründen. Grüneberg brachte das Know-how mit, wie man Pottasche als Ersatz für Salpeter im industriellen Maßstab herstellen kann.[1]

Vorster war mit Wilhelmine (geb. Röhrig) verheiratet. Mit dieser hatte er mehrere Kinder. Er war Stifter des evangelischen Krankenhauses in Köln. Begraben ist er auf dem Melatenfriedhof. Nach ihm wurde in Kalk die Vorsterstraße benannt.[1]

Das Unternehmen in Kalk erlebte unter der Leitung der Söhne Julius Vorster, Fritz Vorster sowie Richard Grüneberg einen starken Aufschwung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Karl Hübner: Die Sprengstoff-Fabrik - Vom Aufstieg und Fall der „Chemischen“ in Kalk, Kölner Stadt-Anzeiger, 1./2. November 2008, Seite 41