Königsriesenhörnchen

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Königsriesenhörnchen
Königsriesenhörnchen

Königsriesenhörnchen

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Riesenhörnchen (Ratufinae)
Gattung: Riesenhörnchen (Ratufa)
Art: Königsriesenhörnchen
Wissenschaftlicher Name
Ratufa indica
(Erxleben, 1777)

Das Königsriesenhörnchen (Ratufa indica) ist eine Art der Riesenhörnchen (Gattung Ratufa) innerhalb der Hörnchen (Sciuridae). Es gehört zu den größten Hörnchenarten und lebt endemisch in mehreren Unterarten in Indien.

Merkmale[Bearbeiten]

Mit einer Körperlänge von 45 Zentimetern und einer Schwanzlänge bis zu 45 Zentimetern und einem Gewicht von 2 kg zählt, das Königsriesenhörnchen (Ratufa indica) zu den größten Vertretern aus der Familie der Hörnchen. Am Rücken hat das Fell eine rötlichbraune bis schwarze Farbe. Der Schwanz ist schwarz, der Unterbrauch, die Halsunterseite sind weiß, die Pfoten cremefarben. An den Ober- und Unterschenkeln sind lang, schwarze Streifen vorhanden. Der Kopf ist braun oder beige gefärbt und die Innenseiten der Ohren sind weiß, die Nase ist rosa.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Verbreitungskarte des Königsriesenhörnchen

Diese Art kommt ausschließlich in den tropischen Wäldern von Indien vor. Aufgrund ihrer verschiedenen Fellfarben unterscheiden die Wissenschaftler bis zu 5 rezente Unterarten:

  • Ratufa indica indica
  • Ratufa indica superans
  • Ratufa indica bengalensis
  • Ratufa indica centralis
  • Ratufa indica maxima
  • Ratufa indica dealbata (möglicherweise bereits ausgestorben)
Abbildung der Unterart: Ratufa indicus bengalensis (oben) and Ratufa indicus maxima (unten)

Lebensweise[Bearbeiten]

Diese tagaktive Art bewohnt die oberen Abschnitte der Bäume und ist selten am Boden anzutreffen. Neben Baumfrüchten, entrindet es Bäume um an das darunter liegende Kambium zu kommen. Daneben verschmäht es auch nicht Vogeleier und Nestlinge. Zu seinen natürlichen Feinden zählen Alder, andere Greifvogel, Dachse, Leopard. Bei der Flucht vor Feinden kann es Sprünge von bis 6 m Meter von Baum zu Baum ausführen. Diese Art ist ganzjährige aktiv. Als Notreserve für schlechtere Zeiten verfügen diese Tiere über ein Fettpolster, welches sich im Schwanz befindet. Die Tiere leben allein oder paarweise zusammen. Wie viele Hörnchen baut auch diese Art kleine Nester (Kobel) in den Bäumen zum Schlafen und als Versteck für ihre Jungen.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Die Geschlechtsreife erlangen die Tiere mit 3 Jahren (Weibchen), 4 Jahren (Männchen). Weitere Einzelheiten sind bisher nicht bekannt.

Bestand und Gefährdung, Schutz[Bearbeiten]

Obwohl diese Art noch relativ häufig vorkommt, ist sie durch die schnelle Zerstörung ihres Lebensraums, aufgrund menschlicher Siedlungen, Holzeinschlag sowie der Jagd bedroht. Diese Art steht in Indien unter gesetzlichen Schutz. Im Land wurden dutzende Reservate eingerichtet, des Weiteren ist sie im Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommen gelistet.

Literatur[Bearbeiten]

  • David Macdonald (Hrsg.): Enzyklopädie der Säugetiere. Übersetzung aus dem Englischen von Eva Dempewolf, Christiane Gsänger u. a. Könemann in der Tandem-Verlags-GmbH, Königswinter 2003, ISBN 3-89731-928-4, S. 598–609.

Weblinks[Bearbeiten]