Kaliumpikrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Kaliumpikrat
Allgemeines
Name Kaliumpikrat
Andere Namen

KP

Summenformel C6H2KN3O7
CAS-Nummer 573-83-1
PubChem 68454
Eigenschaften
Molare Masse 267,19 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [1]
01 – Explosionsgefährlich 06 – Giftig oder sehr giftig

Gefahr

H- und P-Sätze H: 201​‐​331​‐​311​‐​301
P: ?
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [1]
Explosionsgefährlich Giftig
Explosions-
gefährlich
Giftig
(E) (T)
R- und S-Sätze R: 3​‐​23/24/25
S: (1/2)​‐​28​‐​35​‐​37​‐​45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Kaliumpikrat ist ein gelbes explosives Pulver mit bitterem Geschmack. Kaliumpikrat ist ein Salz der Pikrinsäure mit Initialsprengstoffeigenschaften wie alle Metallsalze der Pikrinsäure. Löslich ist es in Aceton und Ethanol, in kaltem Wasser löst es sich kaum, es lässt sich dennoch eine Gelbfärbung erkennen, in heißem Wasser löst es sich nur mäßig. Unter einem 2 kg Fallhammer explodiert es mit 50%iger Wahrscheinlichkeit bei einer Fallhöhe von 21 cm.[3] Hergestellt werden kann es durch Neutralisation einer wässrigen Pikrinsäurelösung mit Kaliumhydroxid. Pyrotechnische Verwendung findet es in Mischung mit Kaliumnitrat in Heulsätzen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nicht explizit in EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Salze der Pikrinsäure“; Eintrag aus der CLP-Verordnung zu Salze der Pikrinsäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. März 2009 (JavaScript erforderlich).
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Urbanski: 1. Band