Katyń-Museum Warschau

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Zwei Museen in einem ehemaligen russischen Fort

Das Katyń-Museum (polnisch Muzeum Katyńskie) in Warschau ist Bestandteil des Muzeum Wojska Polskiego (Museum der polnischen Armee) und in einer Außenstelle im ehemaligen „Czerniakowski“-Fort (Fort IX der Festung Warschau) untergebracht. Es besteht seit 1993.

Ausstellung[Bearbeiten]

Das am 29. Juni 1993 eröffnete Museum thematisiert das Massaker von Katyn, bei dem große Teile des gefangengenommenen polnischen Offiziercorps im Jahr 1940 von Einheiten des sowjetischen NKWD hingerichtet wurden. Im Museum sind persönliche Gegenstände der Ermordeten ausgestellt, die bei den Exhumierungen in den Jahren 1991–1994 in Katyn, Charkiw and Twer gefunden wurden. Außerdem werden Dokumente, Fotos und Filme zu den Hinrichtungen, den Opfern und den Ausgrabungen gezeigt und archiviert.[1] Neben der öffentlich zugänglichen Ausstellung können Historiker hier Einblick in Archivalien nehmen. Ein Komplettverzeichnis der Opfer wurde angelegt.

Sławomir Zygmunt Frątczak wurde im September2002 Leiter des Museums und löste damit Sławomir Błażewicz ab. Außer dem Katyń-Museum befindet sich im Fort noch das Museum der Polnischen Militärtechnik (Muzeum Polskiej Techniki Wojskowej), das ebenfalls zum Muzeum Wojska Polskiego gehört.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Sławomir Frątczak: Muzeum Katyńskie – oddział Muzeum Wojska Polskiego 1993–2003. In: Niezależny Komitet Historyczny Badania Zbrodni Katyńskiej (Hrsg.): Zeszyty Katyńskie. Zbrodnia Katyńska a problem przebaczenia, Nr. 17, Warschau 2003, ISBN 83-905877-9-4 (formal falsche ISBN), S. 105–117 (online).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. gem. der Information The Polish Military Museum bei Culture.pl

52.1825421.067956Koordinaten: 52° 10′ 57″ N, 21° 4′ 5″ O