Kettenpumpe

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Eine Kettenpumpe ist ein mechanisches Förderwerk (Schöpfwerk) für Flüssigkeiten, das aus einer umlaufenden Kette mit Scheiben, Schaufeln oder Püscheln besteht, die die Flüssigkeit (Wasser, Jauche o. Ä.) in einem Rohr nach oben heben oder mit Eimern, Kästen, Bechern oder sonstige Behältern ausgestattet ist, die unten Wasser fassen und oben ausgießen.

Bei Kettenpumpen mit Scheiben läuft die Kette über ein oberes Rad, das angetrieben wird, nach unten, wird dort durch ein anderes Rad umgelenkt und läuft in einem Rohr wieder nach oben. Die Scheiben nehmen in dem Rohr das Wasser mit und drücken es nach oben. Statt Scheiben können auch Kissen oder gepolsterte Kugeln (Püschel) verwendet werden.

Andere Bezeichnungen sind Paternosterwerk (weil die Kette endlos wie ein Paternosteraufzug umläuft), Rosenkranzmühle, Kettenkunst, Scheibenkunst.

Al-Jazaris Kettenpumpe

Kettenpumpen sind schon aus dem chinesischen Kaiserreich bekannt (früheste chinesische Erwähnung in der Han-Dynastie beim Philosophen Wang Chong um das Jahr 80). Ma Jun (220-265) wird als Konstrukteur einer Kettenpumpe, wenn auch nicht als erster Erfinder, genannt. Im arabischen Raum hat unter anderem Al-Jazari Kettenpumpen konstruiert. In Persien ist die „Persische Pumpe“ bekannt, eine Art Wasserrad, das mit einer Kette betrieben wird (siehe weblink).

Kettenpumpen haben wegen der großen Reibung der beweglichen Teile und der Wasserverluste einen geringen Wirkungsgrad.

Weblinks[Bearbeiten]