Klemmbinder

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Klemmbinder und Lose-Blatt-Sammlung
Blätter eingeheftet
Maximale Öffnung

Ein Klemmbinder ist ein Gerät zum schnellen und wiederholten Binden von Lose-Blatt-Sammlungen zu Büchern.

Der Klemmbinder ähnelt einem Hardcover-Einband mit einem Buchrücken und zwei Buchdeckeln. Im Buchrücken ist jedoch eine Stahlfeder enthalten, deren Aufgabe es ist, später den Buchblock zusammenzuhalten. Werden die Buchdeckel um mehr als ca. 270° auseinandergedrückt, so öffnet sich die Feder, und der Buchblock kann eingelegt, entnommen, durch einzelne Blätter ergänzt oder um einzelne Blätter reduziert werden. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden, und das fertig gebundene Buch ähnelt einem Buch mit Hardcover-Einband. Typische Formate sind DIN A4 und A5, die maximale Füllhöhe beträgt gewöhnlich 2 cm.

Im Gegensatz zu anderen Bindeverfahren lässt sich der Einband wiederverwenden, indem man den alten Buchblock entfernt und durch einen neuen ersetzt. Auf diese Weise kann der Klemmbinder für immer neue Inhalte benutzt werden. Ferner werden zum Binden keine Maschinen benötigt. Da der Buchblock weder verleimt, noch geklammert noch vernäht sein muss, lässt er sich jederzeit entnehmen und als Kopiervorlage für weitere Exemplare verwenden.

In der DDR gehörte ein Klemmbinder im DIN-A5-Format zur typischen Ausstattung eines Erstklässlers. Dieser wurde im Verlauf des Schuljahres mit Übungszetteln befüllt, die nach und nach verteilt wurden.