Kommission E

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Die Kommission E bezeichnet eine selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland. Diese Kommission berät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in der Regel bei der Zulassung von traditionellen Arzneimitteln und von Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen.

Aufgabe und Geschichte[Bearbeiten]

In den Jahren von 1978 (Inkrafttreten des neuen Arzneimittelgesetzes) bis 1994 bestand die Aufgabe der Kommission E darin, wissenschaftliches und erfahrungsheilkundliches Material zu erwünschten und unerwünschten Wirkungen pflanzlicher Arzneidrogen zu verfassen. Daraus wurden die bis heute gültigen Monografien erstellt, die als Grundlage für die Neuzulassung und Nachzulassung pflanzlicher Arzneimittel gelten. Heute wird diese Aufgabe mehr und mehr auf europäischer Ebene von der ESCOP wahrgenommen.

In der interdisziplinär zusammengesetzten Kommission E sitzen Sachverständige mit besonderen Kenntnissen der wissenschaftlichen oder praktischen Phytotherapie. Die Kommission umfasst Experten für:

Die Mitglieder der Kommission E werden alle drei Jahre neu berufen.

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

  • Karin Kraft, Professorin für Naturheilkunde, Rostock
  • Heinz Schilcher, emerit. Professor für Pharmazeutische Biologie, Marburg und Berlin
  • Bernhard Uehleke, Professor für Phytopharmakologie und Phytotherapie, Berlin
  • Rudolf Fritz Weiss († 1991), Professor für Phytotherapie, Berlin und Tübingen
  • Max Wichtl, emerit. Professor für Pharmakognosie, Marburg

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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