Koreanische Sozialdemokratische Partei

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조선사회민주당
Koreanische Sozialdemokratische Partei
Logo der KSDP
Partei­vorsitzender Kim Yŏng-dae[1]
(Vorsitzender des Zentralkomitees)
Gründung 3. November 1945
Gründungs­ort Pjöngjang
Haupt­sitz Pjöngjang
Aus­richtung Theorie: Sozialdemokratie
Parlamentsmandate
51/687
Gründungsversammlung der Partei am 3. November 1945
Koreanische Schreibweise
koreanisches Alphabet: 조선사회민주당
chinesische Schriftzeichen: 朝鮮社會民主黨
Revidierte Romanisierung: Joseon Sahoeminjudang
McCune-Reischauer: Chosŏn Sahoeminjudang

Die Koreanische Sozialdemokratische Partei (KSDP) (auch Sozialdemokratische Partei Koreas [SDPK] genannt; koreanisch Chosŏn Sahoeminjudang) (bis 1981 Koreanische Demokratische Partei, koreanisch Chosŏn Minjudang) ist eine 30.000 Mitglieder starke,[2] nordkoreanische politische Partei. Sie muss sich den Vorgaben der kommunistischen Partei der Arbeit Koreas beugen.

Parteivorsitzender (offiziell Vorsitzender des Zentralkomitees) ist Kim Yŏng-dae.[1]

Seit 1982 erscheint vierteljährlich das Organ des Zentralkomitees der KSDP Chŏson Sahoeminjudang in koreanischer Sprache und unter dem Titel The Korean Social Democratic Party bzw. KSDP says in englischer Sprache.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Koreanische Sozialdemokratische Partei wurde am 3. November 1945 unter dem Namen Koreanische Demokratische Partei gegründet. Erster Vorsitzender war der nationalistische Politiker Cho Man-sik. Im Zuge der Konsolidierung der kommunistischen Staatsmacht in Nordkorea wurde Cho Man-sik im Februar 1946 abgesetzt. Die Demokratische Partei wurde in der Folge von Anhängern der Kommunisten unter dem späteren Staatschef Kim Il-sung unterwandert. Vorsitzender wurde der frühere Kommandant der antijapanischen Partisanenarmee Choi Jong-kun. Sein Stellvertreter war in den 1950er Jahren Kang Jang-wook, ein Onkel Kim Il-sungs. Die Partei wurde nunmehr personell wie programmatisch an die herrschende kommunistische Partei der Arbeit Koreas (PdAK) angepasst. Missliebige Mitglieder wurden entfernt. Im Januar 1981 erfolgte die Umbenennung in Koreanische Sozialdemokratische Partei.

Aktuelle Lage[Bearbeiten]

Die KSDP verfügt über Abgeordnete in der Obersten Volksversammlung, in der sie – neben der nationalreligiösen Chondoistischen Ch’ŏngu-Partei – Teil der von der PdAK dominierten Demokratischen Front für die Wiedervereinigung des Vaterlandes ist. Ähnlich den sogenannten „Blockparteien“ in der DDR dient die KSDP nur dazu, den Anschein eines Mehrparteiensystems hervorzurufen und so dem diktatorischen System einen demokratischen Anstrich zu verleihen.

Die Partei verfügt über ein Organisationssystem auf allen Ebenen (Nation, Provinz, Stadt und Distrikt).[2]

Internationale Beziehungen der KSDP[Bearbeiten]

Während der DDR-Zeiten gab es einige Kontakte zwischen der Koreanischen Demokratischen Partei und der LDPD.[3] Am 22. August 2008 und am 26. März 2010 verabschiedete sie mit der Demokratischen Arbeiterpartei Südkoreas gemeinsame Erklärungen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b DFRK Central Committee Meets. KCNA vom 21. Februar 2014.
  2. a b Politische Parteien in der DVR Korea
  3. Peter Joachim Lapp Die "befreundeten Parteien" der SED, 1988, S. 104.