Krabbeln

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Krabbelndes Baby

Das Krabbeln ist die Fortbewegung des Kindes auf Händen und Knien bzw. Unterschenkeln, wobei das Kind den Körper vom Boden abhebt. Es ist die nächste Stufe der Fortbewegung nach dem Kriechen und beginnt etwa im zehnten Lebensmonat. Beim Krabbeln werden Muskeln und Koordinationsvermögen des Kindes trainiert. Mit dem Beginn des Krabbelns und der vermehrten Mobilität beginnt ein Kind zunehmend, seine Umwelt zu erkunden.

Die meisten Kinder lernen in der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres zu krabbeln, allerdings ist das Krabbeln keine unbedingte Voraussetzung für das Erlernen des freien Gehens. Manche Kinder ersetzen das Krabbeln durch Formen des Robbens oder durch Vorwärtsschieben des Körpers im Sitzen („Porutscher“). Auch nach dem Gehenlernen krabbeln viele Kinder noch einige Zeit.

Bedeutung des Krabbelns[Bearbeiten]

Entwicklungspsychologen betonen immer wieder die Bedeutung des Krabbelns für die Ausbildung der kindlichen Grundmotorik. Die Kinder automatisieren beim Krabbeln Kreuzbewegungen, indem sie zur gleichen Zeit Körperteile der linken und rechten Körperseite entgegengesetzt bewegen. So wird die Zusammenarbeit von rechter und linker Gehirnhälfte trainiert. Dieses Zusammenspiel ist für viele Bereiche der Entwicklung bedeutend, z. B. beim Erlernen von Lesen und Schreiben.

Aus Zürcher Langzeitstudien an ca. 700 Kindern geht hervor, dass etwa 13 % der Kinder andere Fortbewegungsarten wählen (Robben, Rollen, Porutschen usw.). Die Studien belegen, dass dies keine Auswirkungen auf die spätere Entwicklung oder schulischen Leistungen der Kinder hat.[1][2]

Als Krabbeln wird darüber hinaus die Fortbewegungsart vieler Tiere bezeichnet, besonders der Insekten, Spinnentiere und Krebse.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Crawling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: krabbeln – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FAZ vom 1. Februar 2008: Was, Ihr Kind kann noch nicht krabbeln?
  2. Kind und Spiel: Remo H. Largo: Das Kind und sein Spiel verstehen. Dump vom 5. Juli 2012