Kraniotomie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kraniotomie

Als Kraniotomie bezeichnet man die neurochirurgische Eröffnung des knöchernen Schädels (lateinisch Cranium). Sie wird im Rahmen von neurochirurgischen Eingriffen durchgeführt.

Bereits vor vielen Jahrhunderten nahmen die Menschen Schädelöffnungen vor. Dies geschah zum Beispiel nach Schädelbasisfrakturen oder auch zur Behandlung von wachsenden Schädel-Hirn-Traumata. In verzweifelten Fällen, in denen der Schädel des Kindes bei der Geburt das knöcherne Becken der Frau nicht passieren konnte, wurde diese bereits von Hippokrates beschriebene Methode bis ins 18. Jahrhundert hinein verwendet. Ziel des Eingriffes war es dabei, den Schädel des Kindes zu verkleinern. Dies war vor Einführung des Kaiserschnittes in den beschriebenen Fällen die einzige Möglichkeit das Leben der Mutter (wenn auch nicht des Kindes) zu retten.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweis
  1. Lehmann v.: Der Kayserliche Schnitt: die Geschichte einer Operation, Schattauer Verlag, 2006, S.89ff., ISBN 3794524942, hier online


Gesundheitshinweis Dieser Artikel bietet einen allgemeinen Überblick zu einem Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!