Laaser Ferner

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Der Laaser Ferner ist einer der größten Gletscher der Ortler-Alpen im Laaser Tal im Südtiroler Vinschgau. Durch den Klimawandel ist auch er stark vom Gletscherschwund seit Mitte des 19. Jahrhunderts betroffen. Die Besonderheit dieses Gletschers liegt insbesondere in den auf geringer Distanz vorkommenden Landschafts- und Klimatypen von Rebe und Obstbaum im Vinschgau bis zu nacktem Fels und Eis im Laaser Hochtal.

Sein Nährgebiet liegt in etwa 3.300 m bis maximal 3.400 m an den Südostseiten von Vertainspitze (3.545 m s.l.m.) und Hoher Angelusspitze (3.521 m), beziehungsweise den Nordseiten der Schildspitze (3.461 m) und der Mittleren (3.462 m) und Äußeren Pederspitze (3.406 m). Diese Gipfel bilden einen nach Osten offenen Kessel, den der flache obere Gletscherboden füllt. Der Gletscher ist im oberen Teil etwa 1,5 km breit und bis zum Ende seiner Zunge auf rund 2.700 m etwa 3,5 km lang.

Auf den von Google Maps in Jahr 2007 verwendeten Satellitenaufnahmen ist der Gletscher komplett aper (schneefrei), bis auf die nordseitigen Nährgebiete.

Das Schmelzwasser das Laaser Ferners und das Wasser benachbarter Bäche wird auf knapp über 1.800 m im Laaser Tal gefasst und gemeinsam mit dem durch einen Stollen aus dem Martelltal übergeleiteten Wasser aus dem Zufrittsee (Lago di Gioveretto) zuerst dem Speicherkraftwerk Laas und anschließend dem Laufkraftwerk Kastelbell zur Energiegewinnung zugeführt.[1][2]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kraftwerk Laas auf Technikmuseum tecneum
  2. Kraftwerk Kastelbell auf Technikmuseum tecneum

[Bearbeiten] Karte

  • Casa Editrice Tabacco, carta topografica 1:25.000, Blatt 08, Ortles-Cevedale / Ortlergebiet

[Bearbeiten] Weblinks

Foto vom Laaser Tal und Laaser Ferner

46.53333333333310.65Koordinaten: 46° 32′ 0″ N, 10° 39′ 0″ O

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