Landais-Pony

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Landais-Pony
Landais Pony

Landais Pony

Wichtige Daten
Ursprung: Landes an der Biscaya
Hauptzuchtgebiet: Landes an der Biscaya
Verbreitung:
Stockmaß: 120–147 cm
Farben: Rappen, Füchse und Braune, selten Schimmel
Haupteinsatzgebiet: Dressur-, Spring- und Fahrsport, Trabrennen

Das Landais-Pony ist eine französische Pferderasse. Die Ponys sind nach ihrem Ursprungsort, der französische Provinz Landes, benannt. Dort lebten sie halbwild in den Wäldern der Region Les Landes an der Biscaya.

Hintergrundinformationen zur Pferdebewertung und -zucht finden sich unter: Exterieur, Interieur und Pferdezucht.

Exterieur[Bearbeiten]

Das Landais-Pony hat durch den Einfluss des Arabers einen kleinen, trockenen, leicht konkaven Kopf mit einer breiten Stirn, lebhaften, großen Augen und kleinen spitzen Ohren. Der lange Hals wird von einer dicken, üppigen Mähne bedeckt. Die Schultern sind schräg, der Widerrist ausgeprägt, der Rücken ist gerade und kurz, die Kruppe leicht abfallend. Der hohe Schweifansatz trägt einen buschigen Schweif. Das Landais-Pony ist meist ein Rappe, Fuchs oder Brauner, Schimmel sind selten. Das Stockmaß der Hengste beträgt 120 bis 135 cm, das Stockmaß der Stuten der Sektion A beträgt 118 bis 135 cm, in der Sektion B sind es 120 bis 147 cm.

Interieur[Bearbeiten]

Das Landais-Pony ist robust, anspruchslos, ausdauernd und hat ein lebhaftes Temperament. Es wird im Dressur-, Spring- und Fahrsport eingesetzt. Es ist ein guter Traber und wird daher auch für Trabrennen eingesetzt.

Zuchtgeschichte[Bearbeiten]

Im Laufe der Jahrhunderte wurden immer wieder Araber eingekreuzt, so dass ein Pony mit einem edlen arabischen Kopf entstand. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es etwa 2000 Landais-Ponys, nach dem Zweiten Weltkrieg waren noch etwa 150 Pferde übrig. Die Rasse drohte auszusterben, und es bestand die Gefahr der Inzucht. Mit Welsh- und Araberhengsten frischte man die Zucht auf.

Seit 1968 gibt es ein Zuchtbuch, in dem die Rasse in zwei Sektionen unterteilt ist. In Sektion A sind Landais-Stuten mit mindestens 75 % reinem Landais-Blut eingetragen. In Sektion B sind Ponys mit mindestens 50 % reinem Landais-Blut vertreten. Seit 1981 ist das Stutbuch für die Sektion A geschlossen, d. h. es dürfen nur noch eingetragene Tiere zur Zucht genommen werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Roth: Pferde in Frankreich: Die französischen Staatsgestüte und ihre Pferderassen. Limpert, Bad Homburg 1984, ISBN 3-7853-1442-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landais-Pony – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien