Leptocereus

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Leptocereus
Leptocereus assurgens

Leptocereus assurgens

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Pachycereeae
Gattung: Leptocereus
Wissenschaftlicher Name
Leptocereus
(A.Berger) Britton & Rose

Leptocereus ist eine Pflanzengattung in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der botanische Name leitet sich vom griechischen Adjektiv „λεπτός“ (leptos) für ‚dünn‘ ab und verweist auf die dünnen Rippen der Pflanzen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Leptocereus wachsen baumähnlich bis strauchig, sind aufrecht, kletternd bis ausgestreckt und erreichen eine Wuchshöhe von 8 bis 10 Meter. Die für gewöhnlich zylindrischen Triebe sind gegliedert und bilden keine Luftwurzeln aus. Die hohen, dünnen 3 bis 8 Rippen besitzen manchmal gekerbte Ränder. Aus den Areolen entspringen dauerhafte, nadelartige, schlanke Dornen.

Die ziemlich kleinen Blüten erscheinen einzeln oder in Gruppen unterhalb der Triebspitze oder aus einem endständigen Cephalium. Sie sind röhren-, glocken- oder tablettförmig und öffnen sich am Tag oder in der Nacht. Ihr Perikarpell und die Blütenröhre sind für gewöhnlich mit Schuppen und Dornen besetzt. Die kugelförmigen bis elliptischen, fleischigen Früchte sind für gewöhnlich bedornt und fallen ab, wenn sie reif sind. Sie enthalten zahlreiche schwarze Samen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Leptocereus ist auf den karibischen Inseln Kuba, Hispaniola, Puerto Rico und Culebra verbreitet.

Alwin Berger stellte Leptocereus 1905 als Untergattung von Cereus (Cereus subg. Leptocereus) auf.[1] Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose erhoben die Untergattung dann 1909 in den Rang einer Gattung.[2] Die Typusart der Gattung ist Cereus assurgens.

Eine umfangreiche Untersuchung der Gattung hat Alberto E. Areces Mallea 2003 in seiner Doktorarbeit vorgenommen.[3] Zur Gattung gehören die folgenden Arten:[4]

Ein Synonym der Gattung ist Neoabbottia Britton & Rose (1921).

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2005 (übersetzt von Urs Eggli), ISBN 3-8001-4573-1, S. 354–358.
  •  Curt Backeberg: Die Cactaceae: Handbuch der Kakteenkunde. 2. Auflage. Band IV, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart New York 1984, ISBN 3-437-30383-X, S. 1958–1964.
  •  N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Band II, The Carnegie Institution of Washington, Washington 1920, S. 77–82.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alwin Berger: A Systematic Revision of the Genus Cereus. In: Missouri Botanical Garden Annual Report. 1905, S. 79.
  2. Contributions from the United States National Herbarium. Band 12, 1909, S. 433, (online).
  3. Alberto E. Areces-Mallea: Leptocereus (A. Berger) Britton and Rose: A monographic study of a West Indian genus of Cactaceae (Cactoideae): inferences from morphological and molecular data. 2003
  4.  Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2005 (übersetzt von Urs Eggli), ISBN 3-8001-4573-1, S. 355–358.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Leptocereus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien