Les Sylphides

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Les Sylphides (oder Chopiniana) ist ein kurzes, nicht-narratives Ballet Blanc. Die Originalchoreografie stammt von Michel Fokine, der als Musik Klavierstücke von Frédéric Chopin auswählte. Selbige wurden von Alexander Glazunow orchestriert. Es existierte bereits vorher eine Orchestersuite von Glazunow mit dem Namen Chopiniana, Op. 46, welche 1893 unter der musikalischen Leitung von Rimski-Korsakow erstmals aufgeführt wurde.

Les Sylphides hat kein Libretto, es setzt sich zusammen aus verschiedenen Gruppen- und Solotänzen der weiß gekleideten Sylphiden und einem als Poet oder jungen Mann bezeichnetem Tänzer.

Da das Werk von Fokine mehrfach bearbeitet wurde und er schon vorher Ballette zu Chopins Musik choreografiert hatte, lässt sich schwer sagen, wann das heute als Les Sylphides bekannte Werk Premiere hatte. Meist wird der 2. Juni 1909 angegeben, das Datum der Uraufführung im Théâtre du Châtelet, Paris durch Djagilews Ballets Russes mit Tamara Karsawina, Anna Pawlowa, Alexandra Baldina und Vaslav Nijinsky als Solisten.

Die heute meist gezeigte Version des Balletts besteht aus folgenden Stücken:

  1. Polonaise in A-Dur (Op. 40, No. 1)
  2. Nocturne in As-Dur (Op. 32, No. 2)
  3. Valse in Ges-Dur (Op. 70, No. 1)
  4. Mazurka in D-Dur (Op. 33, no. 2)
  5. Mazurka in C-Dur (Op. 67, no. 3)
  6. Prélude in A-Dur (Op. 28, no. 7)
  7. Valse in cis-Moll (Op. 64, no. 2)
  8. Grande Valse in Es-Dur (Op. 18, no. 1)

Les Sylphides wird oft mit La Sylphide verwechselt, beides sind Ballette, in denen es um die mythischen Sylphiden geht. Ansonsten aber weisen die Werke sehr wenige Gemeinsamkeiten auf.