Lesedrama

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Als Lesedrama oder Buchdrama wird ein literarisches Werk bezeichnet, das zwar der gattungsspezifischen Form des Dramas folgt, aber nicht für die Umsetzung auf einer Bühne konzipiert ist. Es richtet sich somit nicht an Zuschauer, sondern an einen Leser.

Ein Lesedrama funktioniert unabhängig von den Möglichkeiten der Bühnentechnik, Handlungsdauer und Anzahl der eingeführten Personen brauchen nicht beschränkt zu werden, da auf die Bedürfnisse des Theaterpublikums oder die eines Regisseurs nicht näher eingegangen werden muss.

Es kann jedoch vorkommen, dass ursprünglich als Lesedramen verfasste Stücke mit der Zeit ihren Weg ins Theater finden, so etwa Goethes Faust oder Schillers Die Räuber.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut Weidhase: Lesedrama. In: Metzler-Literatur-Lexikon. Begriffe und Definitionen. Hrsg. von Günther und Irmgard Schweikle. 2., überarb. Aufl. Metzler, Stuttgart 1990, S. 265-266, ISBN 3-476-00668-9.
  • Gero von Wilpert: Buchdrama. In: Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. 6., verb. u. erw. Aufl. Kröner, Stuttgart 1979 (=KTA 231). S. 110, ISBN 3-520-23106-9.