Logi

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Dieser Artikel behandelt den Riesen in der nordischen Mythologie. Zu weiteren Bedeutungen siehe Logi (Begriffsklärung).

Logi (»Lohe, Flamme, Feuer«) ist in der nordischen Mythologie ein Riese und eine Personifizierung des Feuers.

In der Gylfaginning tritt, im Mythos von der Reise nach Utgard, der Ase Loki gegen den Riesen in einem Wettessen an und Logi gewinnt:

Da sprach Loki welcher der hinterste war: Eine Kunst verstehe ich, die ich bereit bin zu zeigen: Keiner soll hier innen sein der seine Speise hurtiger aufessen möge als ich. Da versetzte Utgardaloki: Dies ist wohl eine Kunst, wenn du sie verstehst, und das wollen wir nun versuchen. Da rief er nach den Bänken hin, dass einer, Logi geheißen, auf den Estrich vortrete, sich gegen Loki zu versuchen. Da wurde ein Trog genommen und auf den Boden der Halle gesetzt und mit Fleisch gefüllt: Loki setzte sich an das eine Ende und Logi an das andere, und jeder aß aufs hurtigste, bis sie sich in der Mitte des Trogs begegneten. Da hatte Loki alles Fleisch von den Knochen abgegessen, aber Logi hatte alles Fleisch mitsamt den Knochen verzehrt und den Trog dazu. Alle dachten nun dass Loki das Spiel verloren habe... Das erste war das, worin sich Loki versuchte: er war sehr hungrig und aß stark; aber der, welcher Logi hieß, war das Wildfeuer und verbrannte das Fleisch und den Trog zugleich.

Bei Richard Wagner erscheint er in Der Ring des Nibelungen, und dort speziell Das Rheingold, unter dem Namen Loge, der aber starke Züge von Loki aufweist, obwohl beide Gestalten nichts miteinander zu tun haben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Yvonne S. Bonnetain: Der nordgermanische Gott Loki aus literaturwissenschaftlicher Perspektive. Göppingen 2006, Göppinger Arbeiten zur Germanistik Nr. 733, Zugl.: Tübingen, Univ., Diss., 2005, ISBN 3-87452-985-1