Lorscher Bienensegen
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Der Lorscher Bienensegen gehört zu den ältesten gereimten Dichtungen in deutscher Sprache. Der Spruch wurde, im 10. Jahrhundert, in althochdeutscher Sprache kopfüber an den Rand einer Seite der apokryphen Visio St. Pauli aus dem frühen 9. Jahrhundert geschrieben (heute Bibliotheca Vaticana: Pal. lat. 220, fol. 58r). Das Manuskript stammte ursprünglich aus dem Kloster Lorsch. Englische Linguisten haben Ähnlichkeiten mit dem altenglischen Bienensegen Charm wiþ ymbe festgestellt.[1] [2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Text
- Kirst, imbi ist hûcze
- Nû fluic dû, vihu mînaz, hera
- Fridu frôno in munt godes
- gisunt heim zi comonne
- Sizi, sizi, bîna
- Inbôt dir sancte Maria
- Hurolob ni habe dû
- Zi holce ni flûc dû
- Noh dû mir nindrinnês
- Noh dû mir nintuuinnêst
- Sizi vilu stillo
- Uuirki godes uuillon
[Bearbeiten] Übertragung
- Christus, der Bienenschwarm ist heraußen!
- Jetzt flieg, du mein Vieh, herbei.
- Im Frieden des Herrn, im Schutz Gottes,
- gesund heim zu kommen.
- Sitze, sitze, Biene.
- Das gebot dir die heilige Maria.
- Urlaub habe du nicht;
- Zum Holze flieg du nicht;
- Weder sollst du mir entrinnen.
- Noch mir entkommen.
- Sitz ganz still,
- Bewirke Gottes Willen.
[Bearbeiten] Literatur
- Walter Berschin: Die Palatina in der Vaticana. In: Eine deutsche Bibliothek in Rom. Belser, Stuttgart/Zürich 1992. ISBN 3-7630-2087-X S. 47
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ The Anglo-Saxon Minor Poems, S. 297. Online
- ↑ Felix Grendon: The Anglo-Saxon charms, 1909, S. 209 Online
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Lorscher Bienensegen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien -
Wikisource: Lorscher Bienensegen – Quellen und Volltexte - http://www.galdorcraeft.de/zs_biene_d.htm
- http://www.hiltibrant.de Lorscher Bienensegen
- www.paderborner-repertorium.de Repertorium