Luftangriffe auf Hameln

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Die Luftangriffe auf Hameln durch alliierte Bomber fügten der Stadt Hameln während des Zweiten Weltkrieges erhebliche Schäden zu. Vor Kriegsbeginn zählte die Stadt im Mai 1939 31.979 Einwohner[1].

Luftangriffe[Bearbeiten]

Hameln war von fünf Luftangriffen betroffen:

Zum ersten Mal wurde Hameln am 13. Juni 1941 nachts von sechs Sprengbomben getroffen, die möglicherweise den Bahnanlagen galten. Es gab 29 Tote und acht Verletzte. Im Bereich von Walthausenstraße und Stüvestraße wurden vier Häuser zerstört und drei stark beschädigt.[2]

Beim zweiten Luftangriff am 7. Juli 1944, der ebenfalls möglichweise die Bahnanlagen treffen sollte, kamen in der Siedlung am Basberg 19 oder 20 Menschen ums Leben.[3]

Der dritte Luftangriff war der schwerste: Am 14. März 1945 wurde Hameln von 25 Flugzeugen bombardiert, wobei Gebäude in der Bahnhofstraße, der Kreuzstraße, der Deisterstraße, der Stüvestraße, der Walthäuser Straße und am Hastenbecker Weg am schwersten getroffen wurden. Das Hotel Zur Börse wurde völlig zerstört.[4] Dieser Angriff forderte 177 Tote und 93 Verletzte. 700 Menschen wurden obdachlos.

Am 28. März 1945 wurden das Gesundheitsamt in der Deisterstraße sowie ein Nachbarhaus von Bomben zerstört und ein weiteres Nachbarhaus schwer beschädigt.[5] Beim letzten Luftangriff auf Hameln am 3. April 1945 wurde das Elektrizitätswerk zerstört.

Todesopfer und Schäden[Bearbeiten]

Insgesamt kamen in Hameln 336 Menschen durch Luftangriffe ums Leben, was im Vergleich zur anderen Städten und in Bezug auf die Einwohnerzahl einem relativ hohen Prozentsatz entspricht. 84 Häuser wurden vollständig und 44 teilweise zerstört. Insgesamt wurden 905 Wohnungen vernichtet, was einem Zerstörungsgrad von 9,9 % entspricht[6]. Abgefahren wurden insgesamt 105.000 m³ Trümmerschutt[7].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutscher Städtetag: Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden, S. 384. Braunschweig 1952.
  2. Niedersächsisches Städtebuch, Stuttgart 1952.
  3. http://www.geschichte-hameln.de/aktuell/kalender/06luftangriff.php
  4. http://zeitreise.dewezet.de/index.php?option=com_content&view=article&id=19
  5. http://www.hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?limit=50&order=datum&richtung=ASC&z=95&id=5062
  6. Deutscher Städtetag: Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden, S. 385. Braunschweig 1952.
  7. Deutscher Städtetag: Statistisches Jahrbuch deutscher Gemeinden, S. 377. Braunschweig 1952.

Weblinks[Bearbeiten]