Luitpoldbrücke (Passau)

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Die Luitpoldbrücke über die Donau von unterhalb der Veste Oberhaus

Die Luitpoldbrücke (umgangssprachlich oft nur „Hängebrücke“ genannt) ist eine 208 m lange Hängebrücke in Passau, die kurz vor der Einmündung der Ilz in die Donau die Ortspitze der Altstadt mit der Angerstraße unterhalb der Veste Oberhaus verbindet. Das Bauwerk überspannt mit 126 m Stützweite seit 1910 die Donau am Flusskilometer 2225,7. Auf der Südseite werden die Tragkabel über einen Pylon geführt und mit Ankerblöcken im Baugrund verankert, auf der Nordseite sind sie in einer Felswand unterhalb der Veste Oberhaus verankert.

Die „Hängebrücke“ mit der Altstadt im Hintergrund

Die Bauarbeiten begannen trotz Bürgerprotesten, die sich gegen die befürchtete Zerstörung des Stadtbilds richteten, im Sommer 1900. Die Brücke war als Ersatz für einen Kettensteg geplant, der als Fußgängerbrücke genutzt wurde. Zunächst wurden zwei je 25 cm starke Stahlseile von je 960 Tonnen Bruchfestigkeit über die Donau gespannt. Von einer Pontonplattform aus erfolgte die Montage von 40 Querträgern. Die Gehwege zu beiden Seiten der Fahrbahn wurden mit Eisenbetonplatten bedeckt und die Straße gepflastert. Die Einweihung erfolgte 1911.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs am 2. Mai 1945, unmittelbar vor dem Einmarsch amerikanischer Truppen, wurde die Brücke teilweise gesprengt. Spenden und die Unterstützung durch bayerische Ministerien ermöglichten eine erneute Freigabe für den Verkehr am 17. August 1948.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Luitpoldbrücke in Passau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.57560613.471572Koordinaten: 48° 34′ 32″ N, 13° 28′ 18″ O