MG 131

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MG 131
MG 131
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung: MG 131
Einsatzland: Deutsches Reich
Entwickler/Hersteller: Louis Stange,
Rheinmetall-Borsig
Produktionszeit: 1940 bis 1945
Waffenkategorie: Maschinengewehr
Ausstattung
Gesamtlänge: 1168 mm
Gewicht: (ungeladen) 20,5 kg
Lauflänge: 546 mm
Technische Daten
Kaliber: 13 × 64 mm
Munitionszufuhr: Munitionsgurt
Kadenz: 930 Schuss/min
Ladeprinzip: Rückstoßlader
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Das MG 131 war ein im Zweiten Weltkrieg eingesetztes Maschinengewehr der deutschen Luftwaffe, das sowohl für den starren als auch den beweglichen Einbau in Militärflugzeugen ausgelegt war.

Geschichte[Bearbeiten]

Das MG 131 wurde im Auftrag der Luftwaffe von der Firma Rheinmetall-Borsig entwickelt und produziert. Konstruiert wurde das MG 131 von Luis Stange, der bereits im Jahr 1933 mit den Vorarbeiten begonnen hatte. 1938 konnten die ersten Versuchsmuster zur Erprobung an die Luftwaffe ausgeliefert werden. Als Erprobungsträger diente eine Dornier Do J, in deren Bugstand das Maschinengewehr lafettiert wurde. Das MG 131 konnte mit seiner elektrischen Zündung synchronisiert werden und war daher auch für das gesteuerte Schießen durch den Propellerkreis geeignet.

Die Einführung der Waffe bei der Luftwaffe erfolgte 1940, zunächst als Abwehrbewaffnung in mehrmotorigen Flugzeugen. Zum serienmäßigen Einsatz in Jagdflugzeugen kam es erstmals Anfang 1943 in der Bf 109 G-6 und Ende 1943 in der Fw 190 A-7. Es gab allerdings auch einige Spezialversionen einsitziger Jäger mit MG 131 statt der sonst üblichen 7,92-mm-MG 17. Adolf Galland flog mehrere speziell für ihn modifizierte Bf 109F, die über eine solche Umrüstung verfügten.

Technik[Bearbeiten]

Das MG 131 arbeitete als starrverriegelter Rückstoßlader mit kurzem Rücklauf des Rohres. Der Verschluss hatte einen drehbaren Verschlusskopf und die Auslösung der Zündung erfolgte elektrisch. Diese Zündmethode erleichterte die Schussauslösung für das synchronisierte Schießen durch den Propellerkreis und verhinderte mit Hilfe schablonierter Schusssperren bei beweglichem MG-Einbau die Gefahr von Eigentreffern. Die Munition konnte durch einen Gelenk- oder auch Zerfallgurt wahlweise von links oder rechts zugeführt werden. Der Hülsenauswurf erfolgte nach unten. Das MG wurde wahlweise mit pneumatischer oder elektrischer Durchlade- und Abzugsvorrichtung ausgeliefert. Bei Handbedienung gab es auch einen normalen Handabzug.

Für die Waffe gab es Sprenggranat-, Brandsprenggranat- und Panzergranatpatronen jeweils mit und ohne Leuchtspur. Die Patronenmasse betrug etwa 72 g, die Geschossmasse 34–38,5 g.

  • 13 mm APT – 710 m/s, Geschossmasse 38,5 g, Mündungsenergie 9700 Joule
  • 13 mm API – 710 m/s, Geschossmasse 38 g, Mündungsenergie 9580 Joule
  • 13 mm HEI-t – 750 m/s, Geschossmasse 34 g, Mündungsenergie 9560 Joule, 1,4 g PETN + 0,3 g Thermit

Literatur[Bearbeiten]

  • Terry Gander, Peter Chamberlain: Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945. 2. Auflage. Spezialausgabe. Motorbuchverlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02481-0, S. 91.