Maní

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Maní
20.388333333333-89.39255555555626Koordinaten: 20° 23′ N, 89° 24′ W
Karte: Mexiko
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Maní

Maní auf der Karte von Mexiko

Location Merida.png
Lage von Maní in Mexiko
Basisdaten
Staat Mexiko
Bundesstaat Yucatán
Stadtgründung n.b.
Einwohner 3915 (2005)
Detaildaten
Höhe 26 m
Postleitzahl 97850
Vorwahl (+52) 997
Zeitzone UTC-6
Website www.mani.gob.mx www.mani.gob.mx/ www.mani.gob.mx
Franziskanerkloster
Franziskanerkloster

Maní ist ein Dorf im Bundesstaat Yucatán in Mexiko.

Lage[Bearbeiten]

Maní befindet sich ca. 100 km südöstlich der Hauptstadt Mérida und 16 km östlich von Ticul.

Geschichte[Bearbeiten]

Maní war während der letzten 4000 Jahre ständig bewohnt. Während der Postklassik war Maní der Sitz der Maya-Dynastie Tutul Xiu. Die Xiu waren seit dem von ihnen initiierten Fall von Mayapan 1441, das mächtigste Geschlecht unter den Mayafürsten und herrschten über eine der größten Jurisdiktionen auf Yucatán. Dies machte Maní zu einer der bedeutendsten Städte Yucatáns. Im 16. Jahrhundert lebten dort etwa 4500 Menschen. In Maní befand sich zudem ein religiöses Zentrum zu Ehren der Gottheit Kukulcan, wo unter anderem jährlich der Fall von Mayapan gefeiert wurde.

Nach Ankunft der Spanier verbündete sich Xiu von Maní 1542 mit ihnen und half ihnen bei der Eroberung Yucatáns.

Am 12. Juli 1562 fand auf Veranlassung des damaligen Provinzials der Franziskaner von Yucatán, Diego de Landa, der auch das Amt des Inquisitors ausübte, vor dem Kloster San Miguel Arcángel ein Autodafe statt, bei dem sämtliche Codices und Göttersymbole der Maya verbrannt wurden, derer man habhaft werden konnte. Das geschah mit der Begründung, sie würden nur „Lügen vom Teufel“ enthalten. Die Folge dieser und anschließender Aktionen war, dass von dem umfangreichen Schrifttum der Mayas heute nur noch vier Codices erhalten sind.

Allgemeine Daten[Bearbeiten]

In der Stadtmitte befindet sich das ehemalige Franziskanerkloster San Miguel Arcángel, welches 1549 gegründet wurde. Dieses wurde mit Steinen präkolumbischer Mayabauten errichtet. Im Inneren sind noch alte Fresken der Kolonialzeit erhalten.

In der Umgebung von Maní wird hauptsächlich Landwirtschaft betrieben: Sisal, Mais, Obst, sowie Viehzucht. In der Stadt werden Hängematten gefertigt.

Vom 15. bis zum 24. August jedes Jahres wird ein Festival zu Maria Himmelfahrt von den Einwohnern organisiert. Am 3. Januar gibt es Feierlichkeiten zu Ehren der Jungfrau von Candelaria.

Bildergalerie[Bearbeiten]