Marke
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Der Begriff Marke bezeichnet grundsätzlich eine "Markierung". Er wird in einer Reihe von Gebieten mit unterschiedlicher Bedeutung verwendet.
Begriffsherkunft: Abstammend vom griechischen Marka (dt. Zeichen), entwickelte sich der Begriff weiter über das italienische Marca zum französischen Marque.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Marke als Markierung
In seiner allgemeinsten Bedeutung kann mit dem Begriff Marke jegliche Art von Kennzeichnung bezeichnet werden. Jedoch werden folgende Formen von Markierungen besonders häufig als "Marke" bezeichnet:
- Plaketten (z. B. als Erkennungsmarke)
- (Klebe-)Etiketten (Briefmarken, Gebührenmarken)
- Stempel / Siegel: Siegelmarken (Dienstsiegel)
- Embleme, Schriftzüge
- Markierung (z. B. eines Ortes) mittels Duft: Duftmarke
- Mit Stift oder Kreide angezeichnete Linie zur Kennzeichnung einer Höhe, eines Wasserstands, etc., manchmal auch nur als gedachte Linie: (z. B. "der Sportler hat die Marke von 2,00 Meter übersprungen")
- Produkt- oder Unternehmensnamen
Diese Markierungen haben verschiedene Nutzen:
- Erkennbarkeit von Personen:
- Erkennungsmarken beim Militär
- Kriminaldienstmarken
- Hundemarken
- Nachweis entrichteter Gebühren, getätigter Einkäufe, berechtigter Ansprüche etc.:
- Briefmarken
- Gebührenmarken
- Rabattmarken
- Lebensmittelmarken im Sinne von Lebensmittelkarten
[Bearbeiten] Juristische Marken und Warenzeichen
Hier bezeichnet die Marke eine Kennzeichnung von Produkten zum Nachweis seiner Herkunft aus einem Herstellerbetrieb bzw. von einem Autor.
- Siehe Hauptartikel: Marke (Recht)
Im Sinne eines Warenzeichens ist der Begriff Marke ein juristischer Begriff. Er bezeichnet eine rechtlich geschützte Kennzeichnung von Waren oder Dienstleistungen durch ein Unternehmen, um die Herkunft / Urheberschaft des Produkts zu dokumentieren. Es wird unterschieden zwischen:
- Wortmarke (sprachliches Zeichen)
- Bildmarke (graphisches Zeichen)
- Bild-/Wortmarke
- 3D-Marke
- Hörmarke
- Farbmarke
- Tastmarke (haptische Marke)
- Geruchsmarke, sowie
- speziellen Formen, wie Hersteller- und Handelsmarke, Dachmarke, Personenmarke.
Die Marke soll die Herkunft aus einem durch den Markeninhaber autorisierten Handels- oder Herstellerunternehmen dokumentieren, das muss nicht der Betrieb des Markeninhabers sein. Das Unternehmen, das Inhaber der Marke ist, kann ein Unternehmen sein, das die entsprechenden Produkte herstellt (Herstellermarke), mit ihnen handelt (Handelsmarke) oder nur über die betreffenden Markenrechte verfügt und diese ggf. in Lizenz an andere Herstellerbetriebe vergibt, siehe auch Markentransfer.
[Bearbeiten] Marketing
In der Betriebswirtschaftslehre, im Marketing sowie umgangssprachlich wird der Begriff anders gefasst als im juristischen Sinne und umfasst die Markenwahrnehmung durch den Verbraucher, die von der rechtlichen Konstellation abweichen kann. Dabei werden teilweise auch nicht die einzelnen Marken, sondern die Gesamtheit der Markierungen als Marke bezeichnet. Oft wird sogar der Inhaber der Marke oder eine abstrakte Markenpersönlichkeit, die hinter den Marken und den entsprechenden Markenartikel vermutet bzw. suggeriert wird, als Marke bezeichnet.
Weiterführende Artikel zu verschiedenen Aspekten dieses Markenbegriffs:
- Kommunikationspolitik, Markenartikel, Markenbewusstsein, Markenführung, Markenwert, Markentreue, Markenvertrauen, Markenbekanntheit
[Bearbeiten] Literatur
- Franz-Rudolf Esch, Strategie und Technik der Markenführung, München 2008
- Klaus Brandmeyer/Peter Pirk/Andreas Pogoda/Christian Prill, Marken stark machen, Weinheim 2008
- Alexander Deichsel, Markensoziologie, 2. erw. Ausg., Frankfurt am Main 2006
- Arnd Florack/Martin Scarabis/Ernst Primosch (Hrsg.), Psychologie der Markenführung, München 2007
- Inga Ellen Kastens, Linguistische Markenführung. Die Sprache der Marken - Aufbau, Umsetzung und Wirkungspotenziale eines handlungsorientierten Markenführungsansatzes, Münster: LIT, 2008.
- Florian Langenscheidt (Hrsg.), Deutsches Markenlexikon", Köln 2008
- Henning Meyer (Hrsg.), Marken-Management 2008/2009, Frankfurt am Main 2008
- Henrik Sattler/Franziska Völckner, Markenpolitik, 2. Auflage, Stuttgart 2008
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
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