McJob

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McJob ist eine Pejoration für Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich, die in verschiedenen englischsprachigen Wörterbüchern und dem „Wörterbuch der New Economy“ aus dem Duden-Verlag Eingang fand.

Herkunft[Bearbeiten]

Der Begriff wurde 1986 erstmal in einem Artikel des Soziologen Amitai Etzioni in der Washington Post [1] verwendet und im gleichen Jahr im Oxford English Dictionary verzeichnet. Erst später nahm ihn Douglas Coupland in seinen „Lexikon einer neuen Arbeitsgesellschaft“ aus dem Roman Generation X auf:

„Ein niedrig dotierter Job im Dienstleistungsbereich mit wenig Würde, wenig Nutzen und ohne Zukunft. Oftmals als befriedigende Karriere bezeichnet von Leuten, die niemals eine gemacht haben.“

Allgemein wird er als eine Anspielung auf die durch das Unternehmen McDonald’s angebotenen Niedriglohnarbeitsplätze verstanden. Vor allem in den Vereinigten Staaten gehen den Arbeitnehmern im Niedriglohnsektor Sozialansprüche und Arbeitnehmerrechte verloren. So gibt es weder Sozial- und Rentenversicherung noch Kündigungsschutz oder Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung.

In Deutschland gibt es einen gültigen Tarif- und Manteltarifvertrag, den der Konzern umsetzt.

Kontroversen[Bearbeiten]

2003 ging McDonald's erfolglos gegen einen Eintrag von «McJob» im US-Wörterbuch Merriam-Webster's Collegiate Dictionary vor. In einer Imagekampagne will der Konzern seit 2006 gegen die seiner Meinung nach bestehenden Vorurteile über die Jobperspektiven vorgehen, ohne jedoch an den tatsächlichen prekären Bedingungen etwas zu ändern.

„Es gibt eine riesige Kluft zwischen der Wahrnehmung von außen und der innerbetrieblichen Wirklichkeit, für McDonald's zu arbeiten.“

Vizepräsident für Personal in Nordeuropa, David Fairhurst, gegenüber britischen Medien

McDonald’s forderte im März 2007 erfolglos das Oxford English Dictionary auf, den Eintrag von McJob wie folgt zu definieren, welcher "einen Job reflektiert, der stimulierend ist und sich auszahlt, der wirkliche Karriereaussichten ebenso bietet wie die Aneignung von Fähigkeiten, die ein Leben lang nützlich sind." [2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Douglas Coupland: Generation X. Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar, 1995

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Washington Post: McJobs Are Good for Kids
  2. Spiegel Online: McDonald's wehrt sich gegen Mc-Job-Definition