Meade Instruments Corporation

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Meade Instruments
Rechtsform Corporation
Gründung 1972
Sitz Irvine, Kalifornien
Leitung Steven Murdock (CEO)
Mitarbeiter 250 (Stand: 29. Februar 2008)[1]
Branche Optische Industrie
Website www.meade.com

Die Meade Instruments Corporation ist ein amerikanischer Hersteller von astronomischen Teleskopen und Zubehör. Zum Programm gehören in erster Linie katadioptrische Teleskope der Typen Schmidt-Cassegrain und Maksutov, sowie Spiegelteleskope nach Newton. Daneben werden auch Refraktoren angeboten.

Geschichte des Unternehmens[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Die Firma wurde im Jahre 1972 in Irvine als Ein-Mann-Unternehmen mit einem Startkapital von 2500 $ gegründet. Anfangs bestand das Geschäft im Versandhandel kleiner Linsenfernrohre. Ab 1973 enthielt das Meade-Programm orthoskopische und Kellner-Okulare. Kurz darauf präsentierte Meade verschiedene Arten von Filtern und sonstiges Teleskop-Zubehör. 1977 stellte Meade die ersten eigenen Newton-Spiegelteleskope mit einem Hauptspiegel-Durchmesser vom 6 bzw. 8 Zoll her. Die Teleskope waren auf Deutschen Montierungen angebracht und waren ein überraschender Verkaufserfolg.

1980er Jahre[Bearbeiten]

Nach drei Jahren Entwicklung kamen 1980 die ersten Meade Schmidt-Cassegrain-Teleskope (Abkürzung SC) auf den Markt. Schmidt-Cassegrain-Teleskope sind kompakte katadioptrische Spiegelteleskope, d.h. Spiegelteleskope mit mindestens einer Linse. Diese Bauart war zuvor nahezu allein von der ebenfalls amerikanischen Firma Celestron vermarktet worden. Typisch war von Anfang an die Aufstellung der Schmidt-Cassegrains auf einer parallaktischen Gabelmontierung, wobei sich im Fuß der Gabel ein Synchronmotor zur Nachführung befand. In den 1980er Jahren entwickelte Meade quarzgesteuerte Schneckenradantriebe, die bei den höherwertigen Modellreihen LX3, LX5 und LX6 alternativ zum Synchronantrieb enthalten waren. Danach wurden Zweiachsantriebe und digitale Teilkreise mit optischen Encodern eingeführt. Einen vorläufigen Höhepunkt bildeten computergestützte digitale Teilkreise, die astronomische Objekte gespeichert enthielten und den Beobachter mit Hilfe eines Kreuzes aus Leuchtdioden den Weg zu den richtigen Koordinaten am Himmel wiesen.

1990er Jahre[Bearbeiten]

Nachdem Celestron schon zuvor sein erstes vollautomatisches Modell „Compustar“ vorgestellt hatte, brachte Meade im Jahre 1992 ebenfalls voll computergesteuerte Teleskope der erfolgreichen Modellreihe LX200 heraus. 1994 wurde von Meade das erste seriengefertigte 16 Zoll SC Computerteleskop hergestellt.

In Deutschland wurden Meade-Produkte bis Anfang der 1990er Jahre vom Kosmos-Service in Stuttgart vertrieben. Seit 1994 ist Meade in Deutschland durch den Exklusiv-Distributor ASTROCOM GmbH vertreten, der den Großhandel im Jahre 2000 an die Meade Europe GmbH abgab. Seit 1997 ist Meade eine an der New Yorker NASDAQ notierte Aktiengesellschaft.

2000 bis heute[Bearbeiten]

Das meistverkaufte Meade-Teleskop ist gegenwärtig (2008) das LX200ACF (Nachfolger des LX200GPS). Die Optik wurde anfangs aufgrund ihre Abbildungseigenschaften als ein modifiziertes Ritchey-Chrétien-Cassegrain-System beworben, gleicht jedoch äußerlich einem herkömmlichen SC-Teleskopen. Es ist mit verschiedenen optischen Tuben zwischen 8 und 16 Zoll Öffnung zu haben. Daneben ist eine neue Modellreihe mit der Bezeichnung RCX400 und Optiken von 10 bis 20 Zoll Öffnung eingeführt worden. Nach einem mit einem Vergleich beendeten Rechtsstreit um die Berechtigung des Ausdrucks Advanced Ritchey-Chrétien für diese Art Fernrohr verkauft Meade diese Teleskope nun unter den Bezeichnungen LX200ACF und LX400ACF[2]. Das Kürzel ACF steht dabei für Advanced Coma Free , da diese Konstruktion gegenüber der Schmidt-Cassegrain-Bauweise ein deutlich geringeres Koma aufweist.

2009 wurde zur Verbesserung der finanziellen Situation von Meade Instruments deren Tochtergesellschaft Meade Europe an die Bresser GmbH verkauft. Auch als Teil von Bresser werden weiterhin Meade-Produkte unter dem Namen Meade vertrieben[3].

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.meade.com/nasdaq/pdf/2008_10k.pdf
  2. http://www.skyandtelescope.com/news/14070427.html
  3. http://www.globenewswire.com/newsroom/news.html?ref=rss&d=158467

Weblinks[Bearbeiten]