Melpomene
Melpomene (altgriech. Μελπομένη Melpomenē „die Singende“; Betonung lateinisch und deutsch auf der zweiten Silbe: Melpomene) ist eine der neun Musen. Sie war die Muse der tragischen Dichtung und des Trauergesangs. Ihre Zeichen sind die tragische Maske in der einen und eine Keule in der anderen Hand, sowie ein Hauptkranz mit Weinlaub.
Wie ihre Schwestern, die acht anderen Musen, ist sie die Tochter von Zeus und Mnemosyne.
Melpomene habe über die Zeitläufe hinweg sehr viel Unglück und Leid gesehen und hilft durch ihren Gesang, neue Kraft in den menschlichen Geist zu transportieren, auf dass er schließlich triumphiere. Sie agiert so als Führerin, um der Unbill der Stürme des Lebens zu begegnen.
Melpomenes weinende Maske und die lachende Maske ihrer Schwester Thalia dienen zusammen als Sinnbild des dramatischen Theaters oder (z.B. auf Stadtplänen) als Piktogramm für Kulturbetriebe im Allgemeinen.
Melpomene als Motiv der Kunst und Literatur [Bearbeiten]
Literarische Werke [Bearbeiten]
- Michael von Jung: Melpomene oder Grablieder, Ottobeuren 1839 (Volltext beim Projekt Wikisource, im Aufbau)
Weblinks [Bearbeiten]
- ca. 50 Photos von Darstellungen der Melpomene in der Kunst, in der Warburg Institute Iconographic Database.
Olympische Musen: Erato | Euterpe | Kalliope | Klio | Melpomene | Polyhymnia | Terpsichore | Thalia | Urania
Titanische Musen: Aoide | Arche | Melete | Mneme | Thelxinoe
Apollonische Musen: Apollonis | Borysthenis | Hypate | Kephiso | Mese | Nete | Polymatheia
Pireische Musen: Neilo | Tritone | Asopo | Heptapora | Achelois | Tipoplo