Microcitrus australasica

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Microcitrus australasica
Frucht von Microcitrus australasica

Frucht von Microcitrus australasica

Systematik
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Unterfamilie: Aurantioideae
Tribus: Citreae
Gattung: Microcitrus
Art: Microcitrus australasica
Wissenschaftlicher Name
Microcitrus australasica
(F.Muell.) Swingle

Microcitrus australasica, auch Australische Fingerlimette oder Fingerförmige Australische Limette[1], Finger Lime, Fingerling[2], Limetten Kaviar, Lime Caviar, Limepearls[3] genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Microcitrus in der Familie der Rautengewächse (Rutaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Erscheinungsbild, Blatt und Bedornung[Bearbeiten]

Microcitrus australasica wächst als Strauch oder Baum mit Wuchshöhen von bis zu 6 Metern.[4] Die jungen Pflanzen besitzen mehr oder weniger horizontal angeordnete, kantige Zweige mit sehr kurzen Internodien[5].

Bei der Keimung verbleiben die Keimblätter (Kotyledonen) im Boden und die ersten Blätter sind zu Cataphyllen reduziert[5]. Die Blätter sind wechselständig angeordnet[5]. Es liegt Heterophyllie vor und die Blattspreiten sind immer einfach[5]. Der Blattstiel ist 1 bis 3 mm lang[4]. An jungen Pflanzen sind die eiförmigen Laubblätter kürzer als die steifen, aufrechten Dornen[5]. Der einzelne Dorn sitzt seitlich an der Knospe und ist bis zu 25 mm lang[4]. An älteren Pflanzen sind die relativ kleinen, relativ dicken Laubblätter bei einer Länge von 1,5 bis 4 cm und einer Breite von 1,2 bis 2,5 cm eiförmig, keilförmig oder fast rhombisch mit sehr stumpfem oder ausgerandetem oberen Ende[5]. In der Flora of New South Wales Online werden die Blattspreiten bei einer Länge von 1 bis 5 cm und einer Breite von 3 bis 25 mm als verkehrt-eiförmig bis mehr oder weniger rhombisch mit gekerbten oberen Ende und keilförmiger Basis sowie bis zu den Enden gewelltem Rand beschrieben. Die kahlen Blattflächen besitzen viele Öldrüsen und deshalb riechen die Laubblätter aromatisch wenn sie zerdrückt werden.[4]

Blüte[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln an, bei einer Länge von 1 bis 3 mm[4] und relativ kurzen Blütenstielen[5]. Die relativ kleinen, radiärsymmetrischen, zwittrigen Blüten sind meist fünfzählig, aber manchmal drei- oder vierzählig[5]. Die Kelchblätter sind etwa 1,5 mm lang. Die weißen Kronblätter sind bei einer Länge von 6 bis 9 mm[4] aufrecht, konkav und breit gerundet[5]. Es sind 20 bis 25 Staubblätter vorhanden[4]. Der Stempel ist sehr kurz und dick[5]. Der Fruchtknoten ist fünf- bis siebenkammerig mit vielen (8 bis 16 oder sogar 20) Samenanlagen in jeder Kammer.

Frucht an der Pflanze

Frucht und Samen[Bearbeiten]

Die Frucht ist bei einer Länge von meist 4 bis 8 cm (Swingle), beziehungsweise 6,5 bis 10 cm (Flora of New South Wales Online) und einem Durchmesser von 15 bis 25 mm (Swingle), beziehungsweise 1,5 bis 2,5 cm (Flora of New South Wales Online) lang, schlank und zylindrisch-spindelförmig und oft leicht gekrümmt, wobei oft an der Basis und am oberen Ende eine stumpfe Anschwellung vorhanden ist[5][4]. Die relativ dünne Fruchtschale ist grün oder gelb bis rosafarben-rot[4]. Die Früchte besitzen nur fünf- bis sieben Segmente[5]. Die Fruchtpülpe ist grün bis rosafarben-rot[4]. Die Pulpe wird aus lose zusammenhängenden, fast kugeligen Saftsträngen gebildet, die sauren, penetrant schmeckenden Saft enthalten[5]. Die Früchte reifen in Australien zwischen Mai und Juni[4].

Die Samen sind bei einer Länge von 5 bis 6[4] oder bis zu 7[5] mm eiförmig sowie meist auf einer Seite abgeflacht und besitzen oft kleine Einmuldungen auf der anderen Seite[5].

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Ursprungsgebiet von Microcitrus australasica umfasst die subtropischen Regenwälder der australischen Bundesstaaten New South Wales und Queensland im westlichen Teil Australiens[3].

Sorten[Bearbeiten]

Von der Australian Cultivar Registration Authority (ACRA) wurden bereits 7 Sorten von Microcitrus australasica registriert:

Zwei Sorten, welche noch nicht registriert sind:

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung erfolgte 1858 durch Ferdinand von Müller unter dem Namen (Basionym) Citrus australasica in Fragmenta Phytographiæ Australiæ, 1, S. 26 [6]. Citrus australasica F.Muell. wurde 1915 durch Walter Tennyson Swingle in Journal of the Washington Academy of Sciences, Volume 5, S. 572[5] in die Gattung Microcitrus gestellt. [7][8] Weitere Synonyme sind Citrus australasica var. sanguinea F.M.Bailey und Microcitrus australasica var. sanguinea (F.M.Bailey) Swingle[9].

Nutzung[Bearbeiten]

Microcitrus australasica wird mit mehreren Sorten angebaut.[4]

Die Frucht wird roh gegessen oder zu Marmelade verarbeitet. In den USA wurde Microcitrus australasica versuchsweise zur Züchtung und als Unterlage für andere Citrus-Sorten verwendet.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Zitrusgarten: Bäume & Früchte - Gattung Microcitrus
  2. Artikel zu Fingerling Limes auf GourmetSleuth.com.
  3. a b FoodLexx - Finger Lime: Finger lime (lat. citrus australasica) ist eine bisher kaum bekannte...
  4. a b c d e f g h i j k l m Citrus australasica bei Flora of New South Wales Online.
  5. a b c d e f g h i j k l m n o p Erstveröffentlichung bei biodiversitylibrary.org.
  6. Neukombination bei biodiversitylibrary.org.
  7. Eintrag bei GRIN.
  8. Microcitrus australasica bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  9. Eintrag bei Australian Plant Name Index = APNI.
  10. Eintrag bei Mansfeld's World Database of Agriculture and Horticultural Crops.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Microcitrus australasica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien