Mine (Schreibgerät)

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Unterschiedliche Formen von Minen in Schreibgeräten

Eine Mine (vermutlich von lat. minerum „erzhaltiges Gestein“[1], da die ersten Bleistifte aus Bleierz bestanden) ist ein stabförmiger Vorrat an Schreibstoff. Sie kommt in verschiedenen Schreib- und Zeichengeräten wie Bleistift und Zirkel oder Kugelschreiber vor. Sie ist entweder fester Bestandteil des Schreibgeräts (z. B. bei Blei- und Farbstiften) oder kann bei hochwertigen Kugelschreibern und Druckbleistiften ausgewechselt werden.

Ursprünglich war die Mine ab dem 16. Jahrhundert ein gegossenes Bleistäbchen in einer Holzhülle. Sie wurde wie ein Silberstift zum Schreiben und Zeichnen verwendet. Seit der Erfindung Kaspar Fabers im 18. Jahrhundert besteht sie aus gemahlenem Graphit, Schwefel und Antimon, bei Buntstiften zusätzlich aus Farbpigmenten; die Stoffe werden von Kunstharzen stabilisiert. Dies Verfahren wurde 1795 schließlich patentiert.[2] Falls beim Bleistift die Mine abbrechen oder stumpf werden sollte, so kann man sie mit einem Anspitzer wieder schreibfähig machen.

Kugelschreiberminen bestehen aus einem Kunststoff- oder Metallröhrchen bzw. aus einer geschlossenen Kartusche, die eine tintenhaltige Farbpaste enthält.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Leipzig 1854–1960. Bd. 12, Sp. 2237
  2. Walter Krämer, Götz Trenkler: Lexikon der populären Irrtümer. 10. Auflage, Frankfurt am Main 1996, S. 46

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