Mishkenot Sha’ananim

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Teil des Viertels, im Vordergrund das Langhaus

Mishkenot Sha’ananim (hebräisch ‏משכנות שאננים‎, lit. Friedliche Wohnstätte) ist ein Stadtviertel der israelischen Stadt Jerusalem.

Lage[Bearbeiten]

Mishkenot Sha’ananim liegt auf einem Hügel direkt gegenüber dem Berg Zion.

Geschichte[Bearbeiten]

Mishkenot Sha'anim wurde zunächst von Sir Moses Montefiore im Jahr 1860 als Armenhaus errichtet. Die finanziellen Mittel dazu stammten von dem jüdischen Amerikaner Judah Touro (1775–1854), für den dafür täglich von den Bewohnern gebetet werden musste. Der Name des Viertels wurde dem Buch der Bibel Jesaja 32:18 entnommen, indem es heißt: "Mein Volk wird in friedlichen Auen wohnen, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe. " Es wuchs zum ersten jüdischen Viertel des heutigen Jerusalem, das außerhalb der Mauern der Jerusalemer Altstadt errichtet worden war, weswegen es auch „Neuer Jischuw“ genannt wird.[1]

Nach der arabisch-israelischen Krieg 1948 wurde Mishkenot Sha'ananim aufgrund seiner Nähe zur Waffenstillstandslinie mit Jordanien zum Niemandsland. Nur die ärmsten Bewohner blieben in Slums wohnen. Nach dem Sechs-Tage-Krieg wurde Mishkenot Sha'ananim 1973 restauriert. Neben einem Gästehaus ist nun ein Kongresszentrum und das Jerusalem Music-Center, das durch Pablo Casals kurz vor dessen Tod eingeweiht wurde, dazu gekommen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mishkenot Sha'ananim, jewishvirtuallibrary.org