Molares Volumen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Das molare Volumen oder auch Molvolumen (Formelzeichen: Vm) eines Stoffes gibt an, welches Volumen ein Mol dieser Substanz einnimmt. Seine SI-Einheit ist m3 / mol.
Es ergibt sich aus dem Quotienten des Volumens V und der Stoffmenge n, und kann aus der Molaren Masse M und der Dichte ρ der entsprechenden Substanz berechnet werden.
Es beschreibt also das Volumen, welches von insgesamt 6,022 · 1023 Teilchen (Avogadro-Konstante) einer Substanz ausgefüllt wird. Es handelt sich beim molaren Volumen um eine molare- und damit intensive Größe, während das Volumen selbst eine extensive Größe darstellt.
[Bearbeiten] Molares Volumen des idealen Gases
Das molare Volumen eines idealen Gases beträgt
- (22,413 996 ± 0,000 039) l/mol unter Normalbedingungen,
- (22,710 981 ± 0,000 040) l/mol bei Normaltemperatur (0 °C) und 1013 hPa Referenzdruck und
- 24,4640424 l/mol bei Standardbedingungen.
Die beiden ersten Werte werden von CODATA empfohlen und entspringen der Ausgleichsrechnung 2006 der Naturkonstanten.
In der deutschen Norm DIN 1343, Ausgabe Januar 1990, ist das molare Normvolumen des idealen Gases noch mit dem älteren Wert von (22,414 10 ± 0,000 19) l/mol angegeben.
Für reale Gase gelten die aus dem idealen Gasgesetz erhältlichen Zahlen nur für geringe Drücke und nicht zu geringe Temperaturen annähernd. Für Feststoffe und Flüssigkeiten ist das molare Volumen stets stoffabhängig.


